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Ein Platz für Kinder

Sommerfest mit Gottesdienst am 14. Juni zum 20-jährigen Wiederbestehen – Blick in die Geschichte

 

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Mit "Jubiläumsblumen" freuen sich die Kinder mit den Erzieherinnen Marion Kauschinger (links) und Stefanie Kasperbauer auf das Fest. − F.: eb

 

Achslach. 2015 ist das Jahr der Jubiläen in Achslach: Neben der 900. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung kann auch der "neue" – im Jahre 1995 wiedergegründete – Kindergarten auf sein 20-jähriges Bestehen zurückblicken. Solch eine Erfolgsgeschichte muss gefeiert werden und so laden Gemeinde, Kindergartenleitung und Elternbeirat zum Jubiläum mit Gottesdienst und Sommerfest am Sonntag, 14. Juni, ein.

 

Gerne erinnern sich die älteren Achslacher Jahrgänge auch an die Jahre von 1954 bis 1961, denn in diesem Zeitraum gab es in der Gemeinde schon einen Kindergarten. Bereits bei seiner Bestellung zum Pfarrer von Achslach im November 1953 galt die priesterliche Fürsorge des Pfarrers – und späterem Ehrenbürgers – Leonhard Wörsching besonders den Pfarrkindern und der Jugend. Auf seine Initiative hin und mit Unterstützung seiner Mutter Juliana-Katharina, einer ausgebildeten Erzieherin, erfolgte der Umbau des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes des Pfarrhofs. 1954 feierte man die Einweihung des Kindergartens und des Jugendheims durch Weihbischof Hiltl. Am 1. August 1954 erfolgte die Inbetriebnahme des Kindergartens für Buben und Mädchen im Alter von zwei bis sechs Jahren. Betreut wurde der etwa 15-köpfige "Nachwuchs" von Erzieherin Christl Rückl aus Hunderdorf, tatkräftig unterstützt von der Mutter des Ortspfarrers. Anfang der 1960er Jahre löste sich der Kindergarten jedoch wieder auf. Nach Erweiterung des Kindergartens in Ruhmannsfelden war den Achslacher Kindern erst im Jahre 1982 wieder der Besuch eines Kindergartens möglich.

 

Kinder alt

 

Blick zurück: Die ersten Achslacher Kindergartenkinder im "Gründungsjahr" 1954. − Foto: Archiv Ebner

 

Wie schon Pfarrer Wörsching, so war auch dessen Nachfolger, BGR Johann Schober, der Betrieb eines Kindergartens in Achslach ein großes Anliegen. Im Rahmen einer durch den Pfarrgemeinderat im Frühjahr 1991 durchgeführten Unterschriftenaktion unterstützte die Gemeindebevölkerung den Vorschlag des Ortsgeistlichen und auch Bürgermeister Gerhard Mies und der Gemeinderat standen mehrheitlich diesem Ansinnen positiv gegenüber. Mit Beschluss vom 30. Juli 1991 beantragte dieser die Aufnahme in den Kindergartenbedarfsplan, dessen Genehmigung im Oktober 1992 erfolgte. Mit der Planung zum Umbau des nicht mehr genutzten, östlichen Traktes des Schulhauses wurde das Ingenieurbüro Josef Weber aus Allersdorf beauftragt. Ab Herbst 1994 wurde umgebaut.

 

Nach nur neunmonatiger Bauzeit war für viele Kinder der Gemeinde am 12. September 1995 der erste Kindergartentag. Von innen wie von außen konnte sich der Kindergarten sehen lassen. Auf 250 Quadratmetern lichtdurchfluteter Parterre-Nutzfläche hat die Kindergruppe zwei Gruppenräume mit integrierter Kinderküche, ein Spielpodest mit verschiedenen Spielbereichen und einen Mehrzweckraum. Weiter sind die Sozialräume für Kinder und Personal untergebracht. Unter dem Motto "Bewegung macht Spaß und klug" bietet auch die Außenspielfläche des Kindergartens – getrennt vom Pausenhof der Grundschule – mit Klettergerüst, Sandkastenhaus, Rutsche, Schaukeln, Wippen ferner eine Malwand viele Möglichkeiten zum Spielen und Toben.

 

Die offizielle Einweihung erfolgte durch Pfarrer Johann Schober am 7. Juli 1996. Im Beisein zahlreicher politischer Prominenz dankte Bürgermeister Gerhard Mies Behörden, Planern, Baufirmen und Handwerkern für das gelungene Werk. Er führte an, dass das Projekt 663000 DM (einschließlich Einrichtung und Außenanlagen) gekostet hatte. Rund 300000 habe die Gemeinde als Träger an Eigenmitteln aufwenden müssen. Anerkennung zollte der Bürgermeister insbesondere Pfarrer Johann Schober, welcher die Initiative zur Gründung gegeben habe. So habe der Ortspfarrer nicht nur 100000 DM von der Pfarrgemeinde Achslach zur Verfügung gestellt, sondern sich auch vehement für weitere 40000 DM bei der Diözese eingesetzt. Die staatliche Förderung belief sich auf 225000 DM. Bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen wurde der Kindergarten durch Pfarrer Helmut Meier auf den Namen des Achslacher Kirchenpatrons St. Jakob getauft.

 

Die beiden Erzieherinnen Andrea Bielmeier (verehelichte Hobelsberger) und Stefanie Stern (verehelichte Kasperbauer) hatten im ersten Jahr 34 Kinder, aufgeteilt auf je eine Vormittags- und eine Nachmittagsgruppe zu betreuen. Mit Einführung einer integrierten Krippengruppe können Kinder ab zwei Jahren (auch mit Behinderung) bis zu ihrem Eintritt in die Grundschule vormittags aufgenommen werden, bei sechs Krippen- und 20 Kindergartenplätzen.

 

"Motivation – Freude – Eigenständigkeit – Gemeinschaft" heißt das Motto der Einrichtung. Diese vier Säulen prägen die pädagogische Arbeit. Daneben ist dem qualifiziertem Team eine spielerische, umfassende Bewegung mit gesunder Ernährung wichtig, ferner wird auf die Qualitätsentwicklung und - sicherung des Kindes großer Wert gelegt. Seit Februar 2010 steht der Kindergarten unter der Leitung von Erzieherin Marion Kauschinger, zugleich Inhaberin des Montessori-Diploms, während Erzieherin Stefanie Kasperbauer zusammen mit dem Kindergarten ebenfalls ihr "20-Jähriges" feiern kann.

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