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Die Aktiven waren vielfältig gefordert

30 Einsätze für die Achslacher – Ersatzbeschaffung für 24 Jahre altes Feuerwehrauto steht an

von Benedikt Ebner

 

 

Beförderte und geehrte Aktive mit Vereinsführung und Ehrengästen: stehend (jew.v.l.) Dr. Alexander Ebner, Andreas Hoidn, Johann Seiderer, Vorstand Gerhard Aichinger, Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner, KBI Christian Stiedl, Matthias Oischinger, Werner Aichinger, Kommandant Achim Rager, sowie sitzend Andreas Aichinger, Michael Helmbrecht, Andreas Sieber, Andreas Schlögl, Stefan Aichinger und Tobias Aichinger. − Foto: Ebner

 

Achslach. Zur Generalversammlung trifft sich die Freiwillige Feuerwehr Achslach traditionell am zweiten Samstag in der Fastenzeit. Dazu fand sich heuer eine stattliche Anzahl von Mitgliedern, überwiegend Aktive, im Vereinslokal Holler ein.

1. Vorsitzender Gerhard Aichinger begrüßte dabei Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner, Ehrenkommandanten Lothar Hirtreiter und Kreisbrandinspektor Christian Stiedl. Das Totengedenken galt besonders den im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen Mitgliedern Josef Edenhofer, Franz Hilburger, Johann Zellner und Manfred Ehring.

Kommandant Achim Rager wusste viel über die Aktivitäten der Wehr zu berichten, wobei er neben Lob auch Tadel anführte wegen mangelnder Beteiligung an den 13 durchgeführten Übungen.

Er freute sich über drei Neuaufnahmen, während ein Kamerad wegen der Altersgrenze ausschied. Stellvertreter-Funktionen werden künftig ausgeübt von Michael Helmbrecht (Jugendwart), Andreas Aichinger (Fachbereich "Funk"), Christoph Kraus (Atemschutzwart) und Andreas Sieber (Gerätewart). Über Beförderungen freuen konnten sich Christoph Aichinger, Tobias Aichinger, Michael Helmbrecht und Christian Stiglbauer zu Feuerwehrmännern, ferner Andreas Aichinger, Stefan Aichinger, Alexander Ebner, Andreas Schlögl und Johann Seiderer zu Oberfeuerwehrmännern.

Groß geschrieben wird in der Achslacher Wehr die Aus- und Weiterbildung der Aktiven, wobei folgende Ausbildungen absolviert wurden: Truppmann (3 Mann), Truppführer (8), Erste-Hilfe-Kurs (10), Funklehrgang (4), Motorsägenlehrgang Stufen 1 bis 3 (8), Sondersignalfahrtrainer (1), Fahrsicherheitstraining (4), Lehrgänge für THL (3), Atemschutz (4), Gerätewart (1), Gruppenführer (1), Kommandanten (1) sowie Schulung für Digitalfunk und Online (29). Zwei Gruppen (Löschangriff und THL) mit insgesamt 34 Teilnehmern unterzogen sich unter Ausbildung von Josef Edenhofer, Johann Helmbrecht, Thomas Egginger und Thomas Schlögl den Leistungsprüfungen.

30 Mal rückten die Achslacher im vergangenen Jahr zu Einsätzen aus, wobei acht Wehrmännern der überregionale Einsatz beim "Wiesenhof"-Großbrand in Bogen in Erinnerung ist. Beschäftigt war die Wehr auch mit einer Fehlalarmierung, nachdem von der Leitstelle Achslach statt Asbach alarmiert wurde. Arbeitsintensiv waren die zahlreichen Technischen Hilfeleistungen, freiwilligen Leistungen und sonstige Einsätze. Die Hilfe der Feuerwehr war gefragt bei Winter- und Umweltschäden, Ölspuren, Personenrettungen, Sicherheitswachen, Verkehrsabsicherungen, Kanalspülungen, Bewässerungen und Wassertransporte sowie bei Insektenbeseitigungen.

Neben der Beschaffung von notwendigem Ausrüstungsmaterial (Motorsäge, Wärmebildkamera, Totmannwarner, Handlampen, etc.) im Gesamtwert von knapp 11000 Euro stehen trotz angespannter Finanzsituation der Gemeinde in den kommenden Jahren weitere Großprojekte an. "Um eine Ersatzbeschaffung des 24 Jahre alten Löschfahrzeugs LF8/6 wird der Gemeinderat nicht herum kommen", meinte Kommandant Rager in seinem Ausblick. Favorisiert ist dabei das günstigere Mehrzweckfahrzeug HLF10 mit einem Kostenaufwand von etwa 310000 Euro und einem gemeindlichen Restfinanzierungsbedarf von knapp 182000 Euro. Diese Mittel sind im Gemeinde-Etat für das Haushaltsjahr 2019 bereits eingeplant.

Im Zuge der neuen Wasserversorgungsanlage "Kalteck-Frath-Grün" wurden fünf neue Hydranten installiert, ein weiterer Hydrant an der stillgelegten Quelle in Grün verbessert zusätzlich die Löschwasserversorgung. Im weiteren Ausblick beschäftigte sich Rager auch intensiv mit dem Thema "Digitalfunk", und auch auf die ab 1. Januar 2016 in Kraft getretene Feuerwehrkostensatzung ging der Kommandant näher ein.

Für die zukunftsorientierte Ausbildung steht Jugendwart Stefan Edenhofer. Über die Nachwuchsarbeit und über die Jugend-Gruppenversammlung wurde bereits berichtet.

Der Atemschutz ist das wichtigste Einsatzglied im Kampf gegen Feuer und bei der Rettung von Menschen. Dies ging aus dem Bericht von Atemschutzwart Andreas Schlögl hervor. Im Berichtszeitraum wurde die Gruppe mit zwei Trupps zum Großeinsatz in den Nachbarlandkreis Straubing-Bogen gerufen.

Vorstand Gerhard Aichinger verwies auf ein aktives Vereinsleben. Feste werden gefeiert, andere Feuerwehren besucht, Geburtstagsjubilare beglückwünscht und die Kameradschaft gepflegt. Er erinnerte an die Präsenz bei kirchlichen Festlichkeiten und an die Veranstaltungen der Orts- und Nachbarvereine. Mit der Teilnahme bei den Gemeindemeisterschaften im Tennis (2 Teams), im Fußball und beim Luftgewehrschießen (7 Mannschaften) trat man auch sportlich in Aktion. Als einer der wenigen Vereine zeigte man auch bei der Rama-Dama-Aktion "vollen Einsatz".

Aichinger blickte auch auf das Gartenfest zurück, die Sternwanderung zum Hirschenstein, Jahrtag der Ortsvereine, Kameradschaftsabend, Adventfensteraktion, Faschingsveranstaltungen und die 900-Jahr-Feier. Ferner wurde vielen Vereinsmitgliedern die Ehrenamtskarte verliehen. Auch in diesem Jahr stehen wieder die bewährten und traditionellen Veranstaltungen an. Geplant ist ferner ein Vereinsausflug zum Tegernsee.

Schriftführer Dr. Alexander Ebner verlas anschließend das letztjährige Versammlungsprotokoll und informierte über die Beschlüsse der Ausschusssitzungen. Schatzmeister Thomas Schlögl gab den Anwesenden Einblick in die Finanzen Die Revisoren Josef Stiglbauer, Gerhard Engl und Dr. Christian Mies bescheinigten ihm eine einwandfreie Arbeit; die einstimmige Entlastung war Formsache.

Abschließend bedankten sich Vorstand Aichinger und Kommandant Rager bei den Spendern und allen Mitgliedern, die das ganze Jahr für die Feuerwehr im Einsatz sind. Sie würdigten insbesondere die Arbeit von Jugendwart Stefan Edenhofer und gratulierten ihm für seine Auszeichnung seitens des KJFV Regen.

Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner und KBI Christian Stiedl lobten in ihren Grußworten übereinstimmend die Arbeit der Aktiven, allen voran die komplette Führungscrew, ferner den guten Ausbildungsstand sowie die hervorragende Jugendarbeit der Achslacher Wehr.

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