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Hilfe für die Flussperlmuschel

Am Wofertsrieder Bach: Landkreis Regen beteiligt sich aktiv am Projekt ArKoNaVera

Flußperlmuschel

 

Machten sich vor Ort am Wolfertsrieder Bach ein Bild: (v.l.) Florian Oder, Achslachs Bürgermeisterin Gabi Wittenzellner, Landrat Michael Adam, Lieselotte Bielmeier, Kerstin Schecher, Sarah Höfler und Dr. Marco Denic. − Foto: Langer/Landkreis Regen

 

Achslach. Die Flussperlmuschel war früher in den meisten Bächen des Bayerischen Waldes verbreitet. Damit die Muschel auch künftig in Bächen im Landkreis Regen zu finden ist, beteiligt sich der Landkreis Regen am Projekt ArKoNaVera ("Artenschutzkonzept für nationale Verantwortungsarten"). Ziel im Landkreis Regen ist es, einen sich selbst erhaltenden Bestand der Flussperlmuschel zu haben. "Dies soll uns am Wolfertsrieder Bach gelingen", sagt Landrat Michael Adam, der sich vor Ort ein Bild von den Fortschritten machte.

Zusammen mit der zuständigen Sachgebietsleiterin Lieselotte Bielmeier und der zuständigen Mitarbeiterin Kerstin Schecher war Adam zum Wolfertsrieder Bach gefahren. Vor Ort erklärten Sarah Höfler und Florian Oder vom Ingenieurbüro Blattfisch sowie der Projektmanager Dr. Marco Denic den bisherigen Stand und die noch geplanten Maßnahmen.

"Wir wollen aus dem bestehenden begradigten Bach wieder ein natürliches Fließgewässer machen", erklärte Höfler. Sie hatte die Entwurfsplanung mitgebracht und vor Ort konnten sich die Beteiligten ein konkretes Bild machen. Lob für die Pläne gab es dabei auch von der Bürgermeisterin Gabi Wittenzellner: "Bei uns verbringen viele Gäste ihren Urlaub, weil sie die intakte Natur schätzen, so ein Projekt trägt dabei natürlich zur Attraktivitätssteigerung bei."

Aber nicht nur die Renaturierung ist geplant. In dem Gebiet soll auch der vorhandene Flussperlmuschelbestand durch verschiedene Maßnahmen gestützt werden. Ein Baustein stellen hierbei Nachzuchtmaßnahmen dar.

Damit aktuell überhaupt Jungmuscheln im Wolfertsrieder Bach überleben können, muss die Flussperlmuschel momentan noch in verschiedenen Entwicklungstadien unterstützt werden. Dr. Denic erklärte den Ablauf der Nachzucht. "Zuerst müssen die Muschellarven gewonnen werden und die Bachforellen infiziert werden. Hier beteiligt sich der Bezirksfischereiverein Viechtach aktiv." In deren Fischereianlage finde die Infizierung statt. "Anschließend werden die Fische samt Muschellarven in die Muschelzuchtstation in Fürstenstein im Landkreis Passau gebracht, wo sie in den Kiemen der Fische heranwachsen", sagt Dr. Denic. Nach rund zehn Monaten fallen die kleinen Muscheln von den Wirtsfischen ab und wenn diese Muscheln etwas herangewachsen sind, werden sie in den Wolfertsrieder Bach gebracht.

Landrat Michael Adam zeigte sich erfreut darüber, dass das Projekt so gut vorankommt. "Wir leben in einer der schönsten Regionen Deutschlands und damit dies so bleibt, müssen wir auch in den Natur- und Umweltschutz investieren", sagte er. Er begrüßte es auch, dass die Bevölkerung mit einem interaktiven Wanderweg und anderen Umweltbildungsmaßnahmen an der Entwicklung teilhaben kann. "Der Kreistag hat zugesichert, dass man sich über neun Jahre hinweg mit jeweils 10000 Euro pro Jahr am Projekt beteiligt. Durch die 90-prozentige Förderung kann hier wirklich ein Vorzeigeprojekt entstehen", stellte der Landrat fest.

Besonders positiv sieht er auch die Beteiligung des Bezirksfischereivereins Viechtach: "Die Fischer zeigen hier, dass ihnen Artenvielfalt und Naturschutz wirklich wichtig ist." Bürgermeisterin Wittenzellner bedankte sich bei den Projektverantwortlichen für ihren Einsatz und beim Landkreis, dass "er in der Kommune Achslach ein so wertvolles Projekt unterstützt." Landrat Adam stellte hier schmunzelnd fest, dass das Projekt geradezu "für Achslach gemacht ist, denn die Gemeinde hat eine Muschel im Wappen."

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