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Mord und Magie im Bayerischen Wald

Fantasy-Krimi "Welten" der Achslacher Autorin Dagmar Dietl soll Leser zum Träumen bewegen
 

Achslach. Mit einem Fantasy-Krimi möchte Dagmar Dietl aus Achslach Magie in den Alltag ihrer Leserinnen und Leser bringen. In ihrem Buch "Welten – das Erwachen", das letztes Jahr im August erschienen ist, wird der Bayerische Wald zur mystischen Kulisse einer Mordaufklärung.

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Dagmar Dietl fühlt sich wohl im Sattel. Die Achslacherin hat nun auch einen Fantasy-Roman veröffentlicht. −Foto: Dietl
 

"Ich bin nicht verrückt" – darauf besteht Dagmar Dietl lachend im Gespräch mit dem VBB. Diese Annahme könne beim Lesen ihres ersten Buches durchaus aufkommen. Es erzählt von der 35-jährigen Astrid, die mit ihrer besten Freundin für einen Urlaub in den Bayerischen Wald fährt. Ihr Ausbruch aus dem öden Alltag verwickelt sie aber nicht nur in einen Mordfall, sondern eröffnet ihr auch die Welt des Übernatürlichen. Die Geschichte dreht sich dabei um den Heimatort der Autorin: Achslach.

"Der Bayerische Wald ist ein mystischer Ort", begründet Dietl ihre Wahl. Er bringt Astrid im Buch zum "Erwachen", so der Untertitel des Romans. Im Bayerwald entdeckt sie ihre Fähigkeiten. Das ein oder andere Fabelwesen darf dabei nicht fehlen, auch wenn sie selbst gar kein Fantasy-Fan sei, wie die Autorin sagt. Der Bayerische Wald rege aber die Fantasie an. "Ein bisschen Magie im Leben ist schön und schafft Freiheiten."
Dagmar Dietl vertraut selbst gerne auf ihr verlässliches Bauchgefühl, die Figur Astrid sei aber kein Eins-zu-Eins-Bild von sich selbst. "Themen wie Wertschätzung und Eigenliebe bringe ich zwar aus der Vergangenheit mit, von Geistersichtungen bin ich aber meilenweit entfernt", sagt die Autorin.

Die gebürtige Münchnerin und studierte Sportwissenschaftlerin ist aus gesundheitlichen Gründen in den Bayerischen Wald gezogen. Dort habe die Familie dann mit den eigenen vier Pferden angefangen, Reitunterricht zu geben. "Aus vier wurden dann fünf, sechs, sieben." Daraus sei die Green-Ranch gewachsen, die sie heute leitet. Ihr erstes Buch hat die Autorin dann letztes Jahr im Eigenverlag herausgebracht. "Die Verlage sind mit Anfragen grenzenlos überlastet, deswegen habe ich es selber in die Hand genommen", sagt Dagmar Dietl. Das Feedback ihrer Leserschaft sei sehr gut gewesen, sogar das ihres schärfsten Kritikers, ihres Ehemannes.

Überrascht habe sie besonders, dass das Buch bei Männern und Jugendlichen so gut angekommen sei,ebenso bei Senioren. Ihre älteste Leserin sei über 80.

"Für die einen war es eine Hypnoseform, die ihnen die Wahrnehmung von Unbewusstem ermöglicht hat, für andere eine Flucht aus der Realität und für wieder andere einfach ein unterhaltsamer Roman", berichtet die Autorin. Ihr Buch, das sie in nur vier Wochen geschrieben habe, sei auch von der Leserschaft verschlungen worden. Besonders an dem Werk sei, dass es den Leserinnen und Lesern ermögliche, Träume und den Glauben an sich selbst einmal einfach zuzulassen. Der Bayerische Wald, der Astrid dazu verhelfe, ist auch für die Autorin ein Ort der Kraft.

"Es fühlt sich wie Heimat an", beschreibt Dagmar Dietl ihre Emotionen. Zum Regensburger Stein, einer Felsformation bei Achslach, die in ihrem Krimi eine zentrale Rolle spielt, unternehme auch sie selbst gerne Ausflüge mit der 17-jährigen Tochter. Es sei ein besonderer Ort, von dem man entspannt und energetisch gut aufgestellt zurückkomme.

Weiterführen will die Autorin Astrids Erlebnisse mindestens als Trilogie. Vor dem zweiten Teil habe aber noch ein Jugendroman Vorrang, der sich um Sina, die Tochter der Protagonistin drehe. Im nächsten "Welten"-Band würden dann intensivierter der Tod und das Böse thematisiert, was gerade in Hinblick auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen spannend sei. "Der Mensch gibt mir gerade viele Vorlagen", sagt Dagmar Dietl. Sie müsse nur die Nachrichten einschalten.    28.03.2020      Sarah El Sheimy

 

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