Letztes Geleit für Max Holler

 

Große Trauergemeinde nimmt in Achslach Abschied von einem geachteten Mitbürger

 

09.09.2024 | Stand 09.09.2024, 21:31 Uhr   47667fa5d3ab-29-119373819

social_media.icon-label.printMax Holler (†). − Foto: privat

 

Von Isolde Deiser 

 

Achslach. Eine überaus große Trauergemeinde beteiligte sich am Requiem zum Tode von Max Holler und erwies dem geachteten Mitbürger die letzte Ehre. Die Achslacher Pfarrkirche St. Jakobus war voll besetzt. Pfarrer Godehardt Wallner fand für die Angehörigen tröstende Worte. In seiner Trauerrede würdigte Pfarrer Wallner das Leben von Max Holler. Ihm wurde am 7. Mai 1930 in Ruhmannsfelden von seinen Eltern Franziska und Josef Holler das Leben geschenkt. Max ist mit zehn Geschwistern in Ruhmannsfelden aufgewachsen und erlernte nach der Schulzeit im Heimatort beim Vater das Metzgerhandwerk. 1955 legte er an der 1. Bayerischen Fleischerschule in Landshut die Meisterprüfung im Metzgerhandwerk ab und war anschließend in Düsseldorf und Mittenwald in verantwortlicher Stellung als Metzgermeister tätig. 1969 verehelichte er sich mit Maria Hartl, der Wirt’s Marl, in Achslach, die den zwei Kindern Diana und Markus das Leben schenkte. Miteinander haben die Eheleute in den 70er-Jahren das Wirtshaus neu gebaut, das für viele Vereine eine Herberge war, wo Menschen sich miteinander austauschten und gestärkt ihren Alltag bewältigen konnten. Das Gasthaus Holler war außerdem langjähriges Vereinslokal des Achslacher Männergesangsvereins und ist aktuell noch Vereinslokal der Reservisten.
 

Pfarrer Wallner zitierte den großen Theologen Romano Guardini: „Das ist der Gastfreundschaft tiefster Sinn, dass einer dem anderen Rast gebe auf dem Weg zum ewigen Zuhause.“ Max sei gerne Gastgeber gewesen. Er habe stets gerne die Gemeinschaft mit der Feuerwehr, den Schützen und dem Jagdverband geteilt. Die große Leidenschaft von Max Holler sei gewesen, als Jäger mit Leib und Seele auf Wald und Wiese unterwegs zu sein. Er sei auch begeisterter Motorrad- und Skifahrer gewesen und bis zuletzt auch ein großer FC-Bayern-Fan. „Max war ein Mensch mit großer Geduld und einem gutmütigen Herzen, ein ausgleichender Mensch, wenn Meinungsverschiedenheiten auftauchten, ermöglichte er eine gütige Einigung. Er war ein grundehrlicher Mensch, mit dem gut zusammenzuarbeiten war. Er hielt immer Ausschau nach einem Sinn in seinem Leben, den er durch seinen freien Willen ausgestaltete. Leben und leben lassen im Einklang des Herzens half ihm echte Lebensfreude auszustrahlen und seine Mitmenschen daran teilhaben lassen, verschafften ihm große Sympathie“, blickte Pfarrer Godehardt Wallner zurück auf das Leben und Wirken von Max Holler.

Am Ende des Trauergottesdienstes bedankte sich Pfarrer Wallner für die feierliche musikalische Begleitung auf der Orgel von Thomas Hödl und mit beeindruckendem Gesang von Hans Ebner sowie der begnadeten Harfenistin Martina Holler, die ihrem Onkel noch einen letzten Gruß auf der Harfe spielte. Der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Achslach, Robert Liebl, sprach den trauernden Angehörigen persönlich sein tiefstes Mitgefühl aus und ebenso im Namen aller Achslacher Vereine, denen der Verstorbene angehörte. Max Holler war seit 1976 Mitglied beim Schützenverein „Grüner Hang“ und seit 1982 Mitglied beim Krieger-, Veteranen- und Reservistenverein Achslach sowie seit 1967 Mitglied im Jägerverband. Insgesamt war er 48 Jahre lang aktiver Feuerwehrmann, denn er trat bereits am 1. Januar 1945 in die Freiwillige Feuerwehr Ruhmannsfelden ein und war zuletzt Mitglied bei der Achslacher Feuerwehr. Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit und Verbundenheit mit dem verstorbenen Kameraden und geschätzten Vereinswirt hatten die Vereine im Rahmen der Beisetzung ein Blumengebinde niedergelegt und mit ihren Fahnen begleitet, die während des Gottesdienstes auch im Altarraum standen.