Bebauungsplan mit flexiblen Vorgaben

 

Neues Wohngebiet an der Vogelsangstraße: Gemeinderat und Planer diskutieren über Festsetzungen

 

22.01.2025 | Stand 22.01.2025, 21:54 Uhr | 

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„Die zwölf Baugrundstücke haben jeweils eine Fläche zwischen 700 und 750 Quadratmetern“, erklärte Diplom-Ingenieur Hans Moosbauer, womit sich die Ratsmitglieder einverstanden zeigten. Wohngebäude mit zwei Vollgeschossen für maximal zwei Wohneinheiten dürfen errichtet werden. Ob ein Keller dazukommt, bleibt den Bauherren überlassen. Der Planer betonte, dass die Baugrenzen für die Standorte der Wohngebäude flexibel ausgelegt seien. Gleiches gelte für die Doppelgaragen, bei denen bei einer Grenzbebauung die Festlegungen der Bayerischen Bauordnung eingehalten werden müssen. Bei den Stellflächen hielt das Gremium zwei Plätze pro Hauptwohnung und einen Platz für eine weitere Wohneinheit für ausreichend.

Intensiv beschäftigten sich Gemeinderäte und Planer mit den Höhen-Richtlinien im Bebauungsplan „WA Vogelsangstraße“. Bei der Traufhöhe entschied man sich für 8,0 Meter, talseitig gemessen ab dem geplanten Gelände. Ein Kniestock darf bis zu einer Höhe von 1,5 Metern errichtet werden. Ebenfalls 1,5 Meter sind erlaubt bei Geländeveränderungen (Aufschüttung oder Abtragung) sowie bei eventuell erforderlichen Stützmauern. Großzügig ausgelegt sind auch die Festlegungen für Form und Gestaltung der Dächer: keine Farbvorgabe für die Eindeckung, Neigung zwischen 18 und 30 Grad für Zelt-, Pult- oder Walmdächer. Garagen können auch mit einem Flachdach abgeschlossen werden.

Ob nun die Wünsche des Gemeinderates in die Festsetzungen des Bebauungsplanes für das Wohngebiet an der Vogelsangstraße aufgenommen werden können, wollen Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner und Planer Hans Moosbauer in einer Besprechung bei der Bauabteilung des Landratsamtes Regen abklären. Die Rathauschefin erwähnte die „relativ einfache Erschließung“ und teilte mit, dass bereits einige konkrete Anfragen für den Kauf eines Baugrundstücks vorliegen würden.

Wesentlich tiefer in die Tasche greifen als für die Erschließung des Baugebietes muss die Gemeinde Achslach für eine weitere Maßnahme zur langfristigen Sicherung der Trinkwasserversorgung. Für den Hochbehälter, der mit Technik auf dem neuesten Stand oberhalb von Lindenau gebaut wird, müssen laut Kostenschätzung rund 1,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. In welcher Höhe die Zuschüsse fließen, steht noch nicht fest, aber das Projekt ist in das Förderprogramm RZWas aufgenommen worden.

„Die Planung ist fertig“, beantwortete Bürgermeisterin Wittenzellner eine Frage von Gemeinderat Matthias Oischinger, der sich nach dem aktuellen Sachstand erkundigt hatte. Die fast 1000 Meter lange Verbindungsleitung vom Tiefbrunnen zum Hochbehälter sowie der folgende Anschluss ans Ortsnetz Lindenau sind im vorigen Jahr fertiggestellt worden. Zum Hochbehälterbau kündigte die Rathauschefin eine Besichtigung des Reservoirs in Schweinhütt an, da eine 1:1-Version des dortigen Hochbehälters in Lindenau zur Ausführung kommt.

In ihrem Kurzbericht erwähnte Bürgermeisterin Wittenzellner zwei Rohrbrüche an einer alten Wasserleitung in der Dorfmitte. Der erste Schaden sei nach kurzer Zeit aufgespürt worden, der zweite sei erst nach längerer Suche entdeckt worden, teilte sie mit. 
 

− kr