Hightech für Hochbehälter
Bauwerk in Lindenau kostet 1,5 Millionen Euro
19.02.2025 |
Beeindruckende Besichtigung: Planer Johannes Brunner (v.l.) und der Regener Wasserwart Reinhold Sigl mit den Achslacher Bauhofmitarbeitern Konrad Edenhofer und Robert Hartl im neuen Hochbehälter Schweinhütt. − Foto: Wittenzellner
Von Michael Kramhöller
Achslach. Zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde Achslach wirft das nächste Großprojekt seine Schatten voraus. Nach der Erneuerung der Leitungen in der Hauptstraße/Kreisstraße REG 14 ist jetzt der Bau eines neuen Hochbehälters im Wald oberhalb von Lindenau an der Reihe. Bei dessen Finanzierung muss sich die Gemeinde aber nach der Decke strecken, denn die Kostenschätzung für das Reservoir liegt bei 1,5 Millionen Euro.
Eine 1:1-Ausführung des Lindenauer Hochbehälters ist vor wenigen Monaten in Schweinhütt (Stadt Regen) in Betrieb genommen worden. Das dortige Bauwerk hat nun Achslachs Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner mit zwei Mitarbeitern des Gemeindebauhofes besichtigt. Begleitet von Planer Johannes Brunner vom Ingenieurbüro Kiendl & Moosbauer (Deggendorf) und dem Regener Wasserwart Reinhold Sigl wurden der Hochbehälter und dessen moderne Einrichtung unter die Lupe genommen.
„Eine imposante Anlage, in der alles blitzblank ist“, schwärmte die Bürgermeisterin. Vor allem die technische Ausstattung auf höchstem Niveau habe die Achslacher Delegation beeindruckt, erzählte Wittenzellner in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, der nun ebenfalls nach Schweinhütt fahren und den Hochbehälter anschauen will. Für Wasserwart Konrad Edenhofer und Bauhofmitarbeiter Robert Hartl sei die Führung mit vielen Erläuterungen und Tipps sehr interessant und lehrreich gewesen, betonte die Rathauschefin.
Auf den aktuellen Sachstand zum Hochbehälter in Lindenau eingehend, teilte Wittenzellner mit, dass sich die Planung „in den letzten Zügen befindet“. Ein paar Kleinigkeiten müssten noch eingearbeitet werden, danach werde die Ausschreibung vorbereitet. Wenn nichts dazwischen kommt, könnten die Arbeiten im Sommer vergeben werden. Gespannt wartet die Gemeinde auf den Zuschussbescheid. Die Bürgermeisterin erklärte, die Zusage für die Aufnahme ins Förderprogramm RZWas mit Härtefallschwelle 2 liege bereits vor.
In den Lindenauer Hochbehälter werden zwei Speicherkammern mit einem Fassungsvermögen von jeweils 90 Kubikmetern eingebaut. Eingeleitet wird Wasser aus zwei größeren Eigenquellen und einem rund 1000 Meter entfernten Tiefbrunnen. Die nötige Verbindungsleitung sowie der folgende Anschluss ans Ortsnetz Lindenau sind im vorigen Jahr fertiggestellt worden.
In ihrem Kurzbericht sprach die Bürgermeisterin noch zwei unansehnlich gewordene Schautafeln auf dem Parkplatz in Kalteck an. Der Langlaufloipenplan werde abgebaut, da beim nahen Einstieg in die Loipe eine ähnliche Infotafel steht. Zum Wanderplan erklärte Wittenzellner, diese Übersicht sei vor zwölf Jahren auf Initiative des Tourismusverbandes Ostbayern aufgestellt worden, da Kalteck zu den Stationen der Goldsteig-Wanderroute zählt. Der Achslacher Bauhof werde nun das Gestell mit Rahmen und Abdeckung sowie die Befestigungsteile erneuern. Und für das Material erhoffe sich die Gemeinde einen Zuschuss vom Naturpark Bayerischer Wald, sagte die Rathauschefin.