Zehn Wege und sechs Bauvorhaben

 

Weiterführung der Bestandskatalog-Bereinigung – 1500 Euro Zuschuss für den TC – Aus dem Gemeinderat Achslach

 

18.03.2025| 

Von Michael Kramhöller

 

Achslach. Bei der Aktualisierung des Wegebestandsverzeichnisses bleibt der Gemeinderat Achslach am Ball. In der jüngsten Sitzung im Mehrzweckgebäude wurde die Bereinigung fortgesetzt mit weiteren Aufstufungen, Einziehungen und neuen Widmungen.


Bei der Zusammenkunft im Februar hatte das Gremium im Gemeindeteil Lindenau drei Aufstufungen zu ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldwegen in Erwägung gezogen. Hierfür wurden nun die erforderlichen Beschlüsse gefasst für den „Weg in den dürren Wiesen“ (Länge 410 Meter), für den „Weg in Farrenbühl“ (450 Meter) und für den „Weg im Lindenauer Feld 2“ (560 Meter).
 

Zur Fortsetzung der Bestandsverzeichnis-Bereinigung erläuterte Matthias Rechenmacher vom Bauamt der VG Ruhmannsfelden die maßgeblichen Daten und präsentierte Karten aus dem Flurbereinigungsverfahren von 1995 und Luftbilder. Zuerst erörterte das Gremium drei Doppelwidmungen. Der nicht ausgebaute öffentliche Feld- und Waldweg „Der Gotteszeller Weg“ ist im Bereich zwischen der Einmündung in die Kreisstraße und dem Hotel „Auszeit“ deckungsgleich mit der Gemeindeverbindungsstraße. Das rund 290 Meter lange Wegstück wird nun eingezogen.


Die nächste Doppelwidmung wurde in Achslach beim nicht ausgebauten „Weg im Kirchenfeld“ festgestellt. Für die rund 300 Meter lange Überlappung mit der Ortsstraße beschloss das Gremium die Aufhebung. Zweimal im Bestandskatalog enthalten ist in Lindenau ein kurzes Wegstück der Ortsstraße, das aber auch auftaucht beim nicht ausgebauten „Weg in den dürren Wiesen“ und das nun gelöscht wird. 

Zur Gemeindeverbindungsstraße aufgestuft wird die rund 100 Meter lange Strecke, die vor dem alten Sportplatz von der Kreisstraße REG 14 abzweigt und in die Ortsstraße in Richtung Kläranlage einmündet. Bislang ist diese Verbindung als nicht ausgebauter öffentlicher Feld- und Waldweg eingetragen. Nach Auffassung des Gemeinderates seien aufgrund der Verkehrsbedeutung und des Ausbauzustandes die Voraussetzungen für die Widmung zur Gemeindeverbindungsstraße erfüllt.

Ebenfalls in der vorangegangenen Sitzung war die Straßen- und Wegesituation um ein Anwesen in Berghaus erörtert worden. Nun entschied das Gremium, zwei bislang nicht gewidmete Wege – den rund 90 Meter langen Abschnitt zur Wasserversorgungsanlage und ein 980 Meter langes Stück entlang der Flurnummer 1006/3 – als nicht ausgebaute öffentliche Feld- und Waldwege auszuweisen. 

Die gleiche Einstufung gilt künftig für einen etwa 115 Meter langen, bisher nicht gewidmeten Teil beim „Weg im Oberfeld“ in Lindenau. Manuel Aichinger hatte die Deklarierung zum nicht ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldweg beantragt, da er auf dem zu seinem Grundstück führenden Bereich eine Aufbereitung (Einbau von Leistensteinen und Einzeiler sowie Befestigung mit Fräsgut) vornehmen möchte. Die anfallenden Kosten übernimmt Aichinger. Das Gremium genehmigte dessen Antrag auf Widmung des Wegestücks, das sich im Besitz der Gemeinde befindet.

Zu den ersten beiden Sitzungen des Jahres waren keine Baugesuche eingereicht worden, nun hatte sich das Gremium mit gleich sechs Vorhaben zu befassen. Zu sämtlichen Anträgen wurden keine Bedenken geäußert. Michael Wittenzellner will ein Wohnhaus in Bachlehen umbauen, Johann Nirschl plant bei einem landwirtschaftlichen Nebengebäude in Wolfertsried die Abtragung des Obergeschosses und den Aufbau eines neuen Dachstuhls. Nach dem vom Landratsamt Regen genehmigten Vorbescheid legte Otto Schwankl nun den Bauantrag vor für die Errichtung eines Betriebsleiterwohnhauses mit Dreifachgarage in Kalteck. Bei diesem Ersatzbau ist ein Teilabbruch des bestehenden Gebäudes vorgesehen.

In Frath war Anfang des Jahres das Anwesen von Erwin Krieger durch einen Brand zerstört worden. Den Vorbescheid zum Ersatzbau (neues Wohnhaus mit Doppelgarage) genehmigten die Ratsmitglieder. Zu der bereits fertiggestellten landwirtschaftlichen Maschinenhalle von Markus Batzer in Aign war wegen des geänderten Standortes ein Tekturplan erforderlich, dem das Gremium zustimmte. In Angriff nehmen können Florian Sitzberger und Carina Sitzberger-Falter ihr Vorhaben (An- und Umbau beim Einfamilienwohnhaus in Au), das ebenfalls befürwortet wurde.

Kräftig unter die Arme greift die Gemeinde dem Tennisclub Blau-Weiß bei der Finanzierung eines Radialbesens. Das Gerät, das die Pflege und Aufbereitung der Sandplätze erheblich erleichtert und materialschonend arbeitet, kostet rund 2000 Euro. Zum Zuschussantrag meinten die Bürgermeisterin und mehrere Ratsmitglieder, dass der Tennisclub viele Arbeiten in Eigenregie erledige und auch bei Materialbeschaffungen nur selten an die Gemeinde herangetreten sei. Als Förderung standen 1000 und 1500 Euro zur Debatte, wobei eine 5:3-Mehrheit für den höheren Betrag votierte.