Zweites Urnenfeld im Gottesacker

 

Erweiterung um zehn Plätze – Gemeinde übernimmt Tierheim-Zuschuss

 

19.03.2025| 

5b2b8f4f08e7-29-125280419Die Urnengrab-Reihe auf dem Achslacher Friedhof: Da nur mehr ein Platz frei ist, wird ein zweites Feld angelegt. − Foto: Michael Kramhöller

 

Von Michael Kramhöller

 

Achslach. Am Achslacher Friedhof, der sich direkt neben der Pfarrkirche St. Jakobus befindet, ist entlang der westlichen Stützmauer ein einreihiges Urnenfeld mit zehn Plätzen angelegt worden. Aktuell ist nur noch eine Grabstelle frei. Daher wird die Gemeinde ein zweites, gleich großes Urnenfeld an der nördlichen Stirnseite des Friedhofes errichten. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates erläuterte Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner die Maßnahme, die der Bauhof demnächst in Angriff nehmen werde.
 

Im Achslacher Gottesacker hat man sich für eine einheitliche Ausführung entschieden. Die Urnengräber sind rundum eingerahmt von schmalen Granit-Leistensteinen. In der Mitte befindet sich eine Granitplatte, in die persönliche Daten des Verstorbenen eingraviert werden können, vorne ist ein Weihwasserbehälter und hinten eine Grablaterne aufgesetzt. Der Rest der rund einen Quadratmeter großen Fläche kann individuell gestaltet werden. Im Achslacher Friedhof ist die Reservierung eines Urnengrabes nicht möglich; ein solches wird erst nach einem Todesfall vergeben.

Nach der Sanierung des Leichenhauses im vorigen Jahr wird heuer das zweite Urnenfeld angelegt. Zu den Ausgaben für die beiden Maßnahmen sagte die Rathauschefin, diese Kosten würden einfließen in die Friedhofsgebühren. Für die entsprechende Satzung müsse eine Neukalkulation ausgearbeitet werden. 

Noch Plätzefrei im Kindergarten

Für das neue Kindergarten-Jahr sind bislang 46 Buben und Mädchen angemeldet worden: elf Vorschulkinder, 25 Kinder für die „Käferlgruppe“, zehn Krippenkinder. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner erwähnte, dass für die Achslacher Kita St. Jakob eine Betriebserlaubnis für 45 Kindergarten- und 15 Krippenkinder bestehe, sodass noch einige Plätze frei seien. Mittlerweile habe Achslach drei Kinder aus benachbarten Gemeinden aufgenommen. Bis die Kapazität ausgeschöpft sei, könnten noch weitere Anmeldungen berücksichtigt werden, ergänzte die Rathauschefin.

Der Neuregelung der Fundtier-Kostenpauschale an den Tierschutzverein Zwiesel-Regen-Viechtach hat der Gemeinderat Achslach zugestimmt. Zuletzt war der Zuschuss durch den Landkreis über die Kreisumlage abgewickelt worden. Nun haben sich der Landrat, die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der Landkreis-Kommunen sowie die Kreisvorstandschaft des Bayerischen Gemeindetages darauf verständigt, dass wieder jede Gemeinde die Pauschale übernehmen soll. Mit dem Entwurf der Zweckvereinbarung zeigte sich das Achslacher Gremium einverstanden.

Als Aufwandsersatz für Fund- und Verwahrtiere, die im Tierheim Pometsauer Mühle aufgenommen werden, ist pro Einwohner ein Betrag von 1,15 Euro zu entrichten. Für Achslach ergibt sich eine Jahrespauschale von etwa 1100 Euro. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner sagte, sie habe sich im Tierheim erkundigt und erfahren, dass 2024 kein Fundhund aus der Gemeinde aufgenommen wurde. Gemeinderat Matthias Oischinger hakte nach: Er würde sich eine Auflistung wünschen, die aufzeige, wie viele Tiere aus Städten und wie viele aus kleinen Gemeinden im Tierheim abgegeben werden.

Im Winter oder im Sommer: Liegengelassener Hundekot auf Straßen, Geh- und Wanderwegen, Grünstreifen, Wiesen oder Äckern sorgt permanent für Ärger und Unverständnis. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner informierte das Gremium über erneute Beschwerden zu den Hinterlassenschaften der Vierbeiner und zum rücksichtslosen Verhalten der Hundehalter. „Was sollen wir machen? Ein Patentrezept gibt es nicht“, beklagte die Rathauschefin. Von der Aufstellung von Hundetoiletten versprachen sich die Gemeinderäte keine Besserung, zumal sich die Frage stelle, wo man im großen Gemeindegebiet anfangen und aufhören solle. Die Bürgermeisterin appellierte nochmals an die Tierbesitzer, den Hundekot aufzusammeln, aber die Säckchen nicht wegzuwerfen, sondern selbst zu entsorgen. Wittenzellner wiederholte aber zugleich ihre Androhung: „Wer erwischt wird, wird angezeigt“.
 

Schautafel auf Kalteck-Parkplatz abgebaut

In der Februar-Sitzung hatte die Rathauschefin die beiden sanierungsbedürftigen Schautafeln auf dem Parkplatz in Kalteck angesprochen. Gaby Wittenzellner teilte nun mit, dass die Langlaufloipen-Übersicht samt Gestell abgebaut wurde. Eine Neuaufstellung sei nicht mehr vorgesehen, da ein paar Meter weiter beim Loipen-Einstieg eine Tafel steht, die sich zudem auf dem aktuellen Stand befindet. Zum Wanderplan erklärte die Bürgermeisterin, dass der Achslacher Bauhof den Rahmen und die Abdeckung wieder auf Vordermann bringen werde.