Stuhltausch im Schulungsraum

 

Feuerwehr beschafft nach 40 Jahren neues Inventar

 

12.05.2025   41c81f94ca7e-29-127008888Ein Musterexemplar der neuen Stühle für den Schulungsraum des Feuerwehrhauses präsentierte Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner dem Gemeinderat. − Foto: Kramhöller

 

Achslach. Die Stühle und Tische des Schulungsraumes im Gerätehaus der Feuerwehr Achslach haben mittlerweile rund 40 Jahre auf dem Buckel. Zwischendurch hat die Wehr das Inventar einige Male wieder auf Vordermann gebracht, doch nun ist die Zeit für eine Neuanschaffung gekommen. Die Feuerwehr ersuchte die Gemeinde um Unterstützung und tat keine Fehlbitte.

In der jüngsten Sitzung des Gremiums im Mehrzweckgebäude verlas Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner den Antrag der Feuerwehr. Diese möchte jetzt die nicht mehr zeitgemäße Einrichtung des Schulungsraumes austauschen, in dem nicht nur Unterrichtsstunden für die aktive Mannschaft und die Jugendgruppe, sondern auch Veranstaltungen auf Kreisverbandsebene durchgeführt würden. Die Kostenschätzung für den Kauf von 40 neuen Stühlen und neuen Tischplatten bezifferte die Feuerwehr auf zirka 15 000 Euro. Zur Anschaffung werde die Jagdgenossenschaft Achslach einen Zuschuss von 3000 Euro zur Verfügung stellen, ergänzte die Rathauschefin.
 

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den verbleibenden Betrag von 12 000 Euro zu übernehmen, was der anwesende Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Robert Liebl, sowie dessen Stellvertreter, Gemeinderat Hans Helmbrecht, erfreut registrierten. Ersterer erläuterte, dass die Feuerwehr die Beschaffung des Inventars bereits in die Wege geleitet und den Auftrag an die örtliche Schreinerei Kraus vergeben habe. Helmbrecht erwähnte, dass die Ausstattung von Feuerwehrgerätehäusern, wozu auch Schulungsräume zählen, eine Pflichtaufgabe der Kommunen sei.


Feuerwehrchef Robert Liebl berichtete dem Gremium, dass man für den Fahnenschrank ein neues Domizil gefunden habe. Im Gasthof „Zur Post“ sei der Wehr ein Raum überlassen worden. Dort hätten fleißige Mitglieder in Eigenregie bereits notwendige Umbauarbeiten vorgenommen und auch einen separaten Eingang geschaffen. 

Nur eine Formsache war die Gewährung der pauschalen Sportbetriebsförderung. Die vier Vereine erhalten vom Landkreis einen Zuschuss unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde den gleichen Betrag bezahlt. Allerdings hat der Landkreis den Fördersatz gekürzt, sodass die Vereine heuer weniger Zuschuss bekommen. Beim Sportverein Achslach sind es 163,43 Euro, bei der Schützengesellschaft Grüner Hang 270,51 Euro, beim TC Blau-Weiß Achslach 114,97 Euro und beim Wintersportverein Kalteck 422,67 Euro. Diese Beträge wird die Gemeinde den vier Sportvereinen überweisen.

Diskussionsbedarf gab es beim Tekturantrag von Bernhard Raffer zum Anbau eines Geräteraumes mit Holzlege an die bestehende Garage in Lindenau. Im Vergleich zu dem vor zwei Jahren genehmigten Bauplan gibt es einige Veränderungen bei Gebäudeabmessungen, Grundfläche (65,18 statt 30,56 Quadratmeter), Dachform und Fassadengestaltung. Hinzu kam eine Abstandsflächenübernahme, der laut Bürgermeisterin Wittenzellner der Nachbar zugestimmt habe. 

Im Verlauf der Debatte wurde bekannt, dass der Anbau bereits errichtet worden ist. Ein Dorn im Auge war einigen Ratsmitgliedern der geringe Abstand zur Gemeindestraße, was vor allem beim Winterdienst zu Problemen führen könnte. Hans Helmbrecht sagte, dass er bei diesem Vorhaben „Bauchschmerzen verspürt“ und versagte als einziger Gemeinderat der Tektur die Zustimmung.

Die Errichtung eines Carports auf seinem Wohngrundstück am Leuthenhang plant Sebastian Gruber. Da die im Bebauungsplan festgesetzten Baugrenzen überschritten werden, wurde eine isolierte Befreiung beantragt. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner berichtete, das Vorhaben sei am Landratsamt vorab erörtert worden. Der Gemeinderat hatte ebenfalls keine Einwände. 
 

− kr