Bauplan für Hochbehälter gebilligt

 

Gemeinde investiert 1,5 Millionen Euro in neues Wasserreservoir – Kritik an Parkmoral

 

13.11.2025|   cf37c3f561b0-29-133009076Der Standort für den neuen Wasserhochbehälter Lindenau: Nach der Kurve, kurz vor dem Übergang von der Gemeinde- in die Forststraße, entsteht das Bauwerk. − Foto: Repro: Kramhöller

 

Achslach. Der Bau des Wasserhochbehälters oberhalb der Ortschaft Lindenau hat den diesjährigen Haushalt der Gemeinde durcheinandergewirbelt. Kurz vor der Verabschiedung des Etats kam die Mitteilung, dass sich die Genehmigung des Förderbescheides verzögern wird. Daher konnte das auf 1,5 Millionen Euro veranschlagte Projekt heuer nicht mehr in Angriff genommen werden. Die Ausgaben schossen um 800 000 Euro nach unten, der zur Finanzierung eingeplante Kredit von 675 000 Euro wird nicht benötigt und im Etat 2026 neu angesetzt. Für den jetzt im Frühjahr nächsten Jahres anvisierten Baubeginn hat der Gemeinderat mit der Genehmigung der Eingabeplanung die Weichen gestellt.

 

Bei der jüngsten Sitzung im Mehrzweckgebäude präsentierte Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner die Entwürfe des Deggendorfer Ingenieurbüros Kiendl & Moosbauer. Die Ratsmitglieder hatten sich schon einige Male mit dem Projekt beschäftigt und nichts einzuwenden. Der Planung zum Hochbehälterbau wurde ohne Diskussion die Zustimmung erteilt. Zum vorgesehenen Zeitplan sagte die Rathauschefin, dass demnächst die Ausschreibung auf den Weg gebracht werde. Wenn nichts dazwischenkommt, könnten laut Wittenzellner in der ersten Sitzung des neuen Jahres die Aufträge vergeben werden.

Beim Ingenieurbüro Kiendl & Moosbauer ist Johannes Brunner für den Achslacher Hochbehälter zuständig. In der Projektbeschreibung betont er, dass der bestehende, rund 160 Meter südlich befindliche Hochbehälter nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen würde. Das neue, leistungsfähige Wasserwerk gewährleiste die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung. Das Technikgebäude des Lindenauer Hochbehälters werde in massiver Stahlbeton- und Ziegelbauweise errichtet und erhalte ein Pultdach. 

Die zwei Wasserkammern aus hochwertigem Polyethylen würden ausgeführt als zylindrische Röhren, die in das Gebäude eingebunden werden. Das Speichervolumen der beiden Röhren betrage insgesamt 180 Kubikmeter.

Kernstück der Ausstattung sei eine modernste Wasseraufbereitung mit Desinfektion, Belüftung sowie Mess-, Steuer- und Regeltechnik mit Anbindung an das Fernwirksystem. Dadurch könne der Betrieb künftig zentral überwacht und gesteuert werden. Für die Sicherheit sorge zudem ein passiver Objektschutz und eine einbruchsichere Edelstahltür.

Der Bereich rund um den neuen Hochbehälter werde ebenfalls neugestaltet. Der Vorplatz erhalte ein Betonpflaster, die Randbereiche würden mit Granitmaterial eingefasst. Geländebedingt müssten Winkelstützwände errichtet werden. Im Zuge der Bauarbeiten erfolge außerdem die Erneuerung sämtlicher Leitungen im Umgriff, um die Anlage langfristig betriebssicher zu machen.

Bis zur Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters bleibe das bestehende Reservoir in Betrieb, um die durchgehende Wasserversorgung sicherzustellen. Wenn das Bauwerk fertiggestellt ist, werde der alte Hochbehälter stillgelegt. „Die neue Anlage bietet modernste Technik, ist auf lange Lebensdauer ausgelegt und stellt einen wichtigen Schritt für die nachhaltige Infrastruktur der Gemeinde dar. Mit dem Neubau des Hochbehälters wird in eine sichere Zukunft der Trinkwasserversorgung investiert“, resümiert Johannes Brunner.

In ihrem Kurzbericht beklagte Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner die „katastrophale Parkmoral an Allerheiligen“. Vor allem an der Zufahrt zum Feuerwehrgerätehaus seien mehrere Autos rücksichtslos abgestellt worden, sodass im Ernstfall die Einsatzfahrzeuge nicht ausrücken hätten können. 

Nach wie vor ein Ärgernis sei die makabre Situation beim Parkplatz am Dorfplatz, an dessen Einfahrt der Hausbesitzer einen Zaun errichtet hat. Wer dort sein Fahrzeug abstellen will, müsse das Tor öffnen und schließen. Mittlerweile habe die Gemeinde ein Schild mit einem entsprechenden Hinweis aufgestellt, erwähnte die Rathauschefin. Wittenzellner ergänzte, dass auf diesem Parkplatz nun Poller aufgeschraubt werden, um den Gemeindegrund zu markieren.


Eine aktuelle Nachricht verkündete die Bürgermeisterin zum Regionalbudget der ILE Donau-Wald. Den sechs Gemeinden sei ein Förderbetrag von insgesamt 67 500 Euro bewilligt worden. Für 2026 könnten nun Vereine oder Gruppierungen ihre Zuschussanträge für Kleinprojekte bei der Gemeinde einreichen. 

In nichtöffentlicher Sitzung hat das Gremium zwei Aufträge vergeben. Am Sandspielplatz des Kindergartens St. Jakob wird eine Stützmauer aus Granitmaterial errichtet. Ausführen wird die Arbeiten die örtliche Firma Reger-Bau GmbH zum Angebotspreis von 11 719 Euro. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner sagte, dass der Gemeindebauhof mithelfen könne. Ergänzt oder erneuert wird das Schlauchmaterial der Achslacher Feuerwehr. Insgesamt 4800 Euro kosten 30 B-Schläuche mit einer Länge von 20 Metern, 30 C-Schläuche (jeweils 15 Meter) und ein C-Schlauch, der 30 Meter lang ist. Günstigster Bieter war die Firma Sturm-Feuerschutz aus Regen. 
 

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