Nun sind die Fachbehörden am Zug

 

Gemeinderat Achslach fasst Auslegungsbeschluss zum Bebauungsplan „WA Vogelsangstraße“

 

Achslach. Der Bebauungsplan für das neue Wohngebiet an der Vogelsangstraße ist fertig. Für die endgültige Fassung hat das Ingenieurbüro Kiendl & Moosbauer (Deggendorf) nach der nochmaligen Erörterung in der vorangegangenen Gemeinderatssitzung nur mehr kleinere Änderungen oder Ergänzungen vorgenommen. Gleiches gilt für die Festsetzungen, weshalb Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner die Richtlinien des Bebauungsplanes in der jüngsten Zusammenkunft des Gremiums nicht mehr erläuterte. 

Zum neuen Wohngebiet mit zwölf Parzellen gab es zwei Abstimmungen: für den Aufstellungsbeschluss und für den Auslegungsbeschluss. Durch Letzteren kann die frühzeitige Beteiligung von Öffentlichkeit und Fachbehörden, deren Aufgabenbereich durch die Planung berührt wird, erfolgen. Das gleiche Prozedere gab es zum Flächennutzungsplan, der geändert werden muss. Ins Deckblatt 7 wird das „WA Vogelsangstraße“ aufgenommen und ein in der Nähe befindliches Bauland, das vorher geplant war, herausgenommen.
 

Die einstimmigen Entscheidungen zur Bauleitplanung gingen in ein paar Minuten über die Bühne, nachdem die Ratsmitglieder keine Anregungen vorgebracht oder Fragen gestellt hatten. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner teilte noch mit, dass ein vom Landratsamt gefordertes Artenschutzgutachten in der nächsten Sitzung in Auftrag gegeben werde. 

Die gesamte Erschließung des neuen Baugebietes zu finanzieren, ohne den Haushalt zu belasten: Dieses verlockend klingende Angebot und dessen Abwicklung über die Firma KFB Baumanagement GmbH aus Reuth bei Erbendorf (Landkreis Tirschenreuth) wurde dem Gemeinderat vorgestellt. Stefanie Rüger, Tochter des Betriebsgründers, Geschäftsführerin und Gesellschafterin, sowie Projektbetreuer Erwin Schreiber erklärten, dass KFB vor über 30 Jahren gegründet wurde und überwiegend für Kommunen tätig sei. In der langen Referenzliste tauchen auch umliegende Gemeinden wie Bodenmais, Kollnburg oder Grafling auf.


Das unabhängige Beratungsunternehmen könne beim neuen Baugebiet die komplette Erschließung übernehmen, beginnend mit der Planung bis hin zur Abrechnung mit den Grundstücksbesitzern. Stefanie Rüger erläuterte die einzelnen Schritte: Beauftragung eines Ingenieurbüros, Vorbereitung der Ausschreibung, Markterkundung, Versand der Leistungsverzeichnisse, Auswertung, Bietergespräche, Nachverhandlungen, Vertragsabschluss, Durchführung, Begleitung, Betreuung weiterer Arbeiten, Abnahme, Übergabe. Die Finanzierung würde komplett die KFB übernehmen. Zudem werde die Verwaltung entlastet; beispielsweise müssten keine Bescheide ausgestellt werden. „Wir gewährleisten eine technisch und kaufmännisch einwandfreie sowie wirtschaftliche Lösung“, versicherte Rüger.

Nach den Ausführungen der KFB-Geschäftsführerin betonte Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner, Grundbedingung für einen Vertragsabschluss sei das Mitspracherecht des Planers und der Gemeinde, was zugesichert wurde. Danach gab es zahlreiche Detailfragen der Gemeinderäte. Stefanie Rüger führte an, dass es grundsätzlich keine Nachtragsangebote gebe, dass die günstigsten Bewerber zu Bietergesprächen eingeladen werden, dass eine rasche Bezahlung der Firmen erfolge. Die KFB trage die gesamte Finanzierung und nach Abschluss aller Arbeiten würden die Erschließungskosten den Besitzern der Baugrundstücke in Rechnung gestellt. Das Gremium will in einer der nächsten Sitzungen die Angelegenheit intern erörtern, abwägen und dann eine Entscheidung treffen. 

 

− kr