Die Tage einer Brücke sind gezählt

 

Weitere Schäden am Bauwerk in Lindenau – Gemeinderat erörtert Neubau-Lösung

 

17.06.2026|    d9de652887cc-29-139421460Die Brücke am Ortseingang von Lindenau ist in einem maroden Zustand.  − F.: Kramhöller

 

Achslach. Im Gemeindegebiet von Achslach gibt es 14 Brücken, deren Unterhalt der Kommune zunehmend Sorgen bereitet. In einem guten Zustand befinden sich lediglich zwei Bauwerke, die in den letzten Jahren saniert oder erneuert wurden. Bei der turnusgemäßen Überprüfung vor zwei Jahren wurden bei zwölf Brücken mehr oder weniger große Schäden festgestellt. Ganz oben auf der To-do-Liste steht die Überführung am Ortseingang von Lindenau, bei der jetzt auch noch der Brückenkopf in Mitleidenschaft gezogen wurde. Eine Sanierung erscheint weder sinnvoll noch wirtschaftlich, in der jüngsten Sitzung diskutierte der Gemeinderat über einen Neubau.
 

In seiner ersten Zusammenkunft hatte der neue Bauausschuss die kleine Brücke, die zehn Meter lang und viereinhalb Meter breit ist und in Lindenau den Goldbach überquert, unter die Lupe genommen. Aufgrund des maroden Zustandes wurden verkehrsrechtliche Anordnungen erlassen: Beschränkung auf 16 Tonnen Gesamtgewicht, Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h und Absperrung im Bereich des beschädigten Brückenkopfes. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner sprach nun von „akutem Handlungsbedarf“ und übergab das Wort an Ratsmitglied Thomas Egginger, der sich mit der Problematik intensiv beschäftigt hat. Von einem Brückenbau-Experten erfuhr der CSU-Gemeinderat, dass ein neues Bauwerk aus Betonfertigteilen eine kostengünstige und schnell realisierbare Variante wäre, mit der im Landkreis Deggendorf gute Erfahrungen gemacht wurden. Dann sprach Egginger mit einem Sachbearbeiter der Regierung von Niederbayern, der ein vereinfachtes Verfahren ohne aufwendige Planung empfohlen und eine gute Förderung in Aussicht gestellt habe. Der Gemeinderat zeigte sich angetan und entschied, erste Schritte in die Wege zu leiten: förmliche Anfrage sowie Antragstellung bis 1. September bei der Regierung, Beauftragung eines Planers, Einbindung der wichtigsten Fachstellen wie Wasserwirtschaftsamt und Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt. Im Vordergrund steht die Kostenfrage, da sich die Gemeinde finanziell am Limit bewegt.


Der Bauausschuss hatte am Dorfplatz vorbeigeschaut, wo Abd Shah Solemann an seinem Haus eine Außentreppe mit Balkon errichten möchte. Zur Abstandsflächenübernahme durch die Gemeinde erläuterte Wittenzellner, dass diese Sache vom Landratsamt im Rahmen des Genehmigungsverfahrens geprüft werde. Zum Vorhaben gab der Gemeinderat eine Empfehlung ab. Da der Treppenauf- und -abgang direkt neben der vorbeiführenden Ortsstraße vorgesehen sei und zu Verkehrsgefahren führen könne, hielt das Gremium eine Verlegung auf die andere Seite des Gebäudes für sinnvoll. Das Baugesuch befürwortete das Gremium mit einer Gegenstimme.

Eine schlecht einsehbare Straßenlaterne im Wohngebiet „Am Kirchenfeld“ ist schon mehrmals angefahren und beschädigt worden. Die Gemeindechefin kontaktierte einige Anwohner, die mitgeteilt hätten, dass diese Leuchte nicht notwendig sei. Wittenzellner beauftragte das Bayernwerk mit der Entfernung der Laterne.

Zur gespendeten Hüpfburg wiederholte die Bürgermeisterin die Festlegung zum Ausleihen, die auf Vereine der Gemeinde beschränkt sei. Wer die Hüpfburg in Anspruch nehmen möchte, soll sich mit Bauhofmitarbeitern in Verbindung setzen. Gleiches, so Wittenzellner, gelte für die Befüllung von Swimmingpools. Um einen Engpass bei der Wasserversorgung zu vermeiden, müsse vorher der Bauhof oder der Wasserwart informiert werden.

Ein Hinweis der Gemeindechefin galt dem Verbrennen von pflanzlichen Abfällen (etwa Reisig oder Baumschnitt) im Freien. Um bei einem Nutzfeuer einen Feuerwehr-Einsatz zu unterbinden, müsse es vorher bei der Integrierten Leitstelle Straubing angemeldet werden, am besten online. Falls die Feuerwehr Achslach aufgrund von Rauchentwicklung alarmiert werde und das Feuer nicht angemeldet ist, wird deren Einsatz in Rechnung gestellt. Ein Appell der Bürgermeisterin erging an Haus- und Gartenbesitzer, die Bäume, Sträucher und Hecken, die in Straßen und Gehwege ragen, zurückzuschneiden. Falls nach zweimaliger schriftlicher Aufforderung durch die Gemeinde nichts geschehen ist, werde mit dem Rückschnitt eine Fachfirma beauftragt und die Kosten würden in Rechnung gestellt. 

 

− kr