Achslach. Der letzte Posten, der seit der Kommunalwahl vakant war, ist nun besetzt. Die Aufgaben des Seniorenbeauftragten übernimmt Karl Mader jun., dessen Bestellung der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung im Mehrzweckgebäude vorgenommen hat.
Vorher hatte sich Mader, beruflich tätig als Krankenpfleger, dem Gremium vorgestellt. Er erwähnte, dass er schon einige Ideen für die künftige Arbeit habe, obwohl wenig Geld vorhanden sei. Deshalb gelte die Devise „aus nix etwas machen“. Vorrangig wolle er zwanglose Treffen mit der älteren Generation der Gemeinde organisieren. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner und die Ratsmitglieder wünschten Karl Mader viel Freude bei seiner wichtigen Arbeit.
Karl Mader kümmert sich um Senioren
Gemeinderat bestellt neuen Seniorenbeauftragten – Mehrere Anträge und Bericht der Rechnungsprüfer
08.09.2026|
social_media.icon-label.faceAuf gute Zusammenarbeit: Der neue Seniorenbeauftragte Karl Mader und Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner. − Foto: Kramhöller
Ausführlich erörtert wurden verschiedene Anträge von Bürgern. Keine Einwände gab es zu den Baugesuchen von Stefan Edenhofer (Anbau an die bestehende Maschinenhalle für eine Hackschnitzelheizung mit Lagerfläche in Au) und David Steinbauer (Errichtung einer Gerätehalle als Ersatzbau in Wolfertsried). Ebenfalls einstimmig genehmigten die Bürgervertreter den Antrag von Josef Greil zum Anschluss an die gemeindliche Wasserversorgung für ein Anwesen in Lindenau. Die Leitung verläuft auf der gegenüberliegenden Seite der Straße, die der Antragsteller auf seine Kosten überqueren oder durchbohren muss. Die Bürgermeisterin erklärte, dass die Herstellungsbeiträge für den Wasser- und den vorhandenen Kanalanschluss schon entrichtet seien.
Vertagt wurde eine Entscheidung zum zweiten Antrag für einen Anschluss an die Achslacher Wasserversorgung, den Hermine Weber für ihr Anwesen in Zeitlsäge eingereicht hatte. Aufgrund der problematischen Leitungsverhältnisse, so Bürgermeisterin Wittenzellner, habe der Wasserwart Bedenken geäußert. Wenn überhaupt, dann sei ein Anschluss nur mit einem Übergangsschacht herzustellen, wobei sich die Antragstellerin um den Leitungseinbau bis zu ihrem Haus selbst kümmern und sämtliche Kosten übernehmen müsse. Ferner wurde im Gemeinderat vorgebracht, dass bei diesem Anwesen ein eigener Brunnen vorhanden ist, bei dem keine Wasserknappheit bestehe. Das Gremium beschloss, das Gesuch zurückzustellen. Bei der Antragstellerin werden detaillierte Auskünfte eingeholt und der Bauausschuss wird sich zu einer Ortsbesichtigung treffen.
Dieses Gremium hatte sich mit der nächsten Angelegenheit bereits beschäftigt, dem Antrag von Nicole Hof zur Einräumung eines Nutzungsrechtes für ein 265 Quadratmeter großes Gemeindegrundstück in der Kirchbergstraße. Auf dieser Fläche, die unmittelbar an das Hausgrundstück angrenzt, sind vorgesehen: Nutzung eines Teilbereiches als Garten mit einem Sichtschutzzaun und die Errichtung von Stellplätzen für einen Carport. Die Antragstellerin sicherte zu, dass die überlassene Fläche dauerhaft gepflegt und sauber gehalten werde, und dass vor Durchführung der Maßnahmen die erforderlichen Genehmigungen eingeholt werden.
Da eine Pflege dieser Gemeindefläche eine optische Aufwertung des Ortsbildes bedeutet, erklärte sich das Gremium mit der Einräumung eines Nutzungsrechts grundsätzlich einverstanden. Allerdings müsse beim Winterdienst eine eventuelle Schneeablagerung an der Straßenseite geduldet werden. Als Laufzeit wurden zehn Jahre festgelegt, wobei die Vereinbarungen aber nur für die Antragstellerin und nicht für eventuelle Rechtsnachfolger gelten. Nicole Hof müsse sämtliche Kosten für Nutzung, Gestaltung, Unterhalt und Pflege tragen; außerdem ist ein jährliches Nutzungsentgelt von 150 Euro zu entrichten.
Zur Kenntnis genommen haben die Bürgervertreter den überörtlichen Prüfungsbericht für die Haushaltsjahre 2020 bis 2025, den die staatliche Rechnungsprüfungsstelle am Landratsamt erstellt hat. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner erklärte, dass Interessenten den 70 Seiten langen Bericht ab sofort in der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft Ruhmannsfelden einsehen können.
Über den Verlauf des Sommerferienprogramms informierte 2. Bürgermeisterin und Jugendbeauftragte Nicole Meinzinger das Gremium. „Alle Angebote sind sehr gut angenommen worden“, resümierte sie. Schluss- und Höhepunkt sei der ILE-Ausflug zur Allianz-Arena und zum Flughafen München gewesen, wobei sich Bürgermeisterin Wittenzellner um Organisation und Programm gekümmert habe. Meinzinger bedankte sich bei den Achslacher Vereinen für ihr großes Engagement und bei ihren VG-Kollegen für die gute Zusammenarbeit bei den Gemeinschaftsaktivitäten.
Vor der nichtöffentlichen Sitzung erwähnte die Gemeindechefin noch eine anberaumte Verkehrsschau mit der Polizei zur Parkplatzsituation am Dorfplatz und die 17. Hirschenstein-Wanderung am 13. September. In einer Vorschau auf die nächste Gemeinderatssitzung am 1. Oktober kündigte die Bürgermeisterin an, sie habe dazu Mitarbeiter der Firma KFB-Baumanagement eingeladen, die die Möglichkeiten für eine Übernahme der Erschließung des Neubaugebietes „Vogelsangstraße“ erläutern werden.
− kr