Wetterpech ist schnell vergessen

 

Feierliche Bergmesse auf der Oedwies musste erneut ins Zelt verlegt werden

 

18.09.2026| 

98a59c81f437-29-142890684Mit einer neu einstudierten „Hoamat-Messe“ überraschten die Perlbachtaler Sänger (l.) beim Berg-Gottesdienst auf der Oedwies, der von Pfarrer Godehardt Wallner (2. v.r.) und Pfarrer Dr. Andrew Esomonu (3. v.r.) als Mitzelebrant, feierlich gehalten wurde. − Fotos: Anneliese Peschl

 

Achslach/Oedwies. Zum zweiten Mal hintereinander musste die Bergmesse auf der Oedwies wegen des schlechten Wetters im Zelt abgehalten werden. Viele Besucher hatten darauf gehofft, dass der Gottesdienst nach zunächst guter Wetterprognose wieder vor der 1848 erbauten Kapelle stattfinden kann.

Entschädigt wurden die Wanderer, Biker und alle, die sich mit dem Shuttleservice der Feuerwehren auf den Weg zur Oedwies gemacht hatten, mit einem Gottesdienst, zu dem das Zelt bis auf den letzten Platz gefüllt war. Pfarrer Godehardt Wallner und Pfarrer Dr. Andrew Esomonu standen gemeinsam als Zelebranten am Altar.
 

Die Perlbachtaler Sänger ließen ihre Stimmen mit einer neuen Messe erklingen, der „Hoamat-Messe“ von Sepp Raith. Zum ersten Mal trat auch eine kleine Abordnung des Achslacher Jugendchors auf und bildete mit ihren Stimmen einen Kontrast zum Männergesang. Die Weibinger Dorfmusi setzte den Schlusspunkt der Messe und erfüllte anschließend Musikwünsche.
 4feef1adefb9-29-142892436Achslachs Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner, stellvertretende Vorsitzende der Ferienregion Hirschenstein, sprach Grußworte und bedankte sich für das Eingangslied des Jugendchors. In Vertretung des Vorsitzenden Stefan Achatz freute sie sich über die große Zahl der Gäste, darunter auch viele aktuelle und ehemalige Amtsträger aus den Landkreisen Regen und Deggendorf.

Wittenzellner dankte zudem allen, die zum musikalischen Rahmen des Gottesdienstes beitrugen: den Perlbachtaler Sängern unter Leitung von Andrea Kreilinger, der Weibinger Dorfmusi, diesmal mit dem früheren langjährigen Leiter Max Altschäfl, sowie dem Jugendchor Achslach mit Leiter Thomas Hödl, der musikalisch von Christine Schlecht begleitet wurde.

Vieles sei für eine solche Veranstaltung zu organisieren, sagte Wittenzellner. Zuständig dafür seien vor allem die Tourist-Informationen Bernried und Achslach mit Petra Gihl und Margit Baumgartner. Vor Ort war außerdem die Bergwacht, die für die Sicherheit sorgte. Den Shuttleservice übernahmen die Feuerwehren Achslach, Bernried, Edenstetten und Egg. Sie brachten die Besucher von der Parkmöglichkeit auf der Wiese „Am Platzl“ der Familie Engel mit den Mannschaftswagen zur Oedwies und wieder zurück. Die Feuerwehr Achslach hatte zudem das Zelt aufgestellt und versorgte die Gäste, unterstützt von ihren Ehefrauen, mit herzhaften und süßen Speisen.

In seiner Predigt nahm Pfarrer Wallner Bezug auf die ernsten Schrifttexte des Gottesdienstes und stellte die Frage: „Hättet ihr erwartet, solche ernsten Schrifttexte zu einem so schönen Fest zu hören?“ Sie spiegelten das Leben wider, sagte Wallner. Jeder habe schon erfahren, dass ihm Unrecht getan, er übersehen worden sei oder ein anderer davon profitiert habe. Umso wichtiger sei es, vergeben zu können.

Anhand eigener Erfahrungen vertiefte Wallner das Thema. „Auch ich hatte öfter nicht die Energie, die ich dafür gebraucht hätte.“ Ein Satz von Andreas Knapp habe ihm dabei weitergeholfen: „Wer anderen etwas nachträgt, geht oft nicht seinen eigenen Weg.“ Wer sich ständig damit beschäftige, wer einem wehgetan oder etwas angetan habe, belaste sich selbst. Verzeihen zu können, könne deshalb auch für einen selbst wichtig sein.

Für den Abschluss sorgte die Weibinger Dorfmusi mit „Großer Gott“ und der Bayernhymne. Bei den Besuchern fanden auch die musikalischen Beiträge Anklang. Die Perlbachtaler Sänger standen unter der Leitung von Andrea Kreilinger und wurden am Akkordeon von Helga Mühlbauer begleitet. Der Jugendchor Achslach mit Leiter Thomas Hödl sang unter anderem das „Achslacher Hoamatliad“. Hödl begleitete die Lieder am E-Piano, Christine Schlecht spielte Gitarre.

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Kirchenpfleger Josef Edenhofer hatte für den Altartisch gesorgt und ihn gemeinsam mit den Mesnern Franz Primbs und Franz Zoller sowie Adrian Aubeck gedeckt und geschmückt.
 

− anp