„Voll im Zeitplan“: So lautet das Zwischenfazit bei der Errichtung des rund 1,5 Millionen Euro kostenden Wasserhochbehälters Lindenau, dem bislang größten Hochbauprojekt der Gemeinde Achslach (Landkreis Regen). Die beiden Speicherröhren mit einem Fassungsvermögen von jeweils 90 Kubikmetern, eingesetzt vor gut vier Wochen, sind mittlerweile zur Hälfte verfüllt und am Gebäudeanschluss einbetoniert worden.
Derzeit erfolgt das Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems an den Außenwänden des Technikgebäudes, ausgeführt vom Achslacher Malerbetrieb Robert Naumann.
Einen Bericht zum aktuellen Sachstand, ausgearbeitet vom planenden Ingenieurbüro Kiendl & Moosbauer (Deggendorf), erläuterte Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner dem Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung im Mehrzweckgebäude. Die Rathauschefin zählte die nächsten Arbeiten auf. Im Außenbereich werde nach dem Abschluss der Dämmungsarbeiten die Baufirma Mader die zwei Wasserkammern vollständig verfüllen, die Winkelstützmauern setzen, die Böschungstreppe anlegen und die Pflasterung des Zugangsbereiches vornehmen.
Betriebsstart für nächstes Frühjahr geplant
Die Bürgermeisterin erwähnte dann die folgenden Maßnahmen im Innenbereich des Technikgebäudes, die Estrich-, Verputz- und Fliesenarbeiten sowie den Einbau einer Gitterrostdecke. Wenn diese Arbeiten erledigt sind, beginne die Installation der technischen Ausstattung durch die Firma Schwarzkopf aus Schöllnach, die den Auftrag mit einer Vergabesumme von knapp 700 000 Euro erhalten hat. „Wenn keine unerwarteten Probleme auftreten und das Wetter weiterhin mitspielt, kann der Hochbehälter im Frühjahr 2027 in Betrieb genommen werden“, sagte Bürgermeisterin Wittenzellner.
In nichtöffentlicher Sitzung genehmigte das Gremium ein Nachtragsangebot des Bauunternehmens Mader. Für die benötigten Betonstahlbügel wurden 1632 Euro in Rechnung gestellt.
Lindenauer Forststraße muss instandgesetzt werden
In den Jahren 2020/2021 ist die Lindenauer Forststraße mit einem hohen staatlichen Zuschuss von 90 Prozent, das waren damals knapp 144 000 Euro, ausgebaut worden. Durch die rund drei Kilometer lange Strecke, die unterhalb des Platzls in Richtung Kalteck beginnt und an der Wendeplatte endet, werden 101 Hektar Wald von 27 Anliegern erschlossen. Bei einer Besichtigung wurden nun einige kleinere Mängel festgestellt, die die Gemeinde laut einer Vereinbarung fristgemäß zu beheben hat, damit keine Fördergelder zurückgezahlt werden müssen.
Die Bürgermeisterin berichtete von Grasbewuchs am Mittelstreifen, von Naturverjüngung an den seitlichen Bereichen und von mehrjährigem Anflug an Böschungen, Gräben und Durchlässen. Die zur Instandsetzung der Lindenauer Forststraße notwendigen Maßnahmen wurden nun vergeben. Die Mulcharbeiten übernimmt die Firma Herbert Piller aus Kollnburg für rund 1300 Euro, die Profilierungsarbeiten wird die Firma Walter Oswald aus Bischofsmais für 220 Euro im Frühjahr 2027 in Angriff nehmen.
„Ja“ zu Kurs im alten Schulgebäude
Keine Bedenken gab es zu den beiden Baugesuchen. Per Voranfrage kündigte Josef Aichinger die geplante Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Garage in Wolfertsried an. Die über die Baugrundstücksfläche verlaufende gemeindliche Wasserleitung muss wahrscheinlich verlegt werden. Ebenfalls zugestimmt wurde dem Antrag von Monika Kraus, die an das bestehende Wohnhaus in Rimbeck ein Holzlagergebäude anbauen möchte.
Befürwortet hat das Gremium auch die Nutzung eines Raumes im alten Schulgebäude. Anita Eckl kann dort einmal in der Woche einen Kurs für Atemtechnik abhalten. Als Monatsmiete wurden 50 Euro festgelegt.
Kindergartengebühren sind ein großes Thema
In ihrem Bericht erwähnte Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner die ILE-Seniorenfahrt, die mit zwei Bussen zum Königssee geführt hatte. An diesem gelungenen Ausflug hätten 119 Seniorinnen und Senioren aus den sechs Gemeinden der ILE Donau-Wald teilgenommen. Ein abschließender Hinweis der Rathauschefin galt der alljährlichen Terminabsprache für die Vereine und Gruppierungen der Gemeinde, die am 13. Oktober, ab 19 Uhr im Gasthaus „Zur Post“ stattfindet.
Bei den Wünschen und Anfragen sprach 3. Bürgermeister Stefan Aichinger die derzeit vieldiskutierte Neufestlegung der Kindergartengebühren an. Dazu bemerkte Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner, dass im November eine weitere Besprechung geplant sei. In diesem Zusammenhang betonte sie, dass die Weiterleitung des nun abgeschafften Staatszuschusses von 100 Euro an die Eltern eine freiwillige Leistung der Gemeinde gewesen sei. Wittenzellner machte deutlich, dass man bei der Kinderbetreuung ein höheres Defizit nicht schultern könne – die Folge: Bei weniger Kindern müsste Personal reduziert werden.
