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Letzter Schritt zum Glasfaser-Vollausbau

 

Achslach und Gotteszell schließen Kooperationsvertrag mit der Telekom

 

Marion Wittenzellner 01.07.2022 | Stand 30.06.2022, 22:21 Uhr

Bild Letzter Schritt zum Glasfaser-Vollausbau

Bei der Vertragsunterzeichnung: der Gotteszeller Bürgermeister Georg Fleischmann (vorne, von links), die Achslacher Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner und Telekom-Regionalmanager Markus Münch mit Corwese-Berater Günter Pichlmaier (hinten, von links), Breitbandpate Matthias Rechenmacher und Telekom-Key-Account-Manager Willi Köckeis. −Foto: Marion Wittenzellner

 

Achslach. Im Mai war Staatsminister Albert Füracker im Ruhmannsfeldener VG-Rathaus zu Gast, um Gotteszells Bürgermeister Georg Fleischmann und seiner Achslacher Amtskollegin Gaby Wittenzellner die Förderbescheide für den Gigabit-Breitbandausbau auszuhändigen, den die beiden Nachbarkommunen unter der Federführung des Klosterorts in interkommunaler Zusammenarbeit verwirklichen (VBB berichtete). Jetzt, knapp einen Monat später, haben die beiden Gemeindeoberhäupter im kleinen Sitzungssaal vom VG-Rathaus auch den Kooperationsvertrag zum Achslacher Glasfaserausbau mit der Deutschen Telekom, vertreten durch den Regionalmanager Markus Münch und Key-Account-Manager Willi Köckeis, unterzeichnet.

Für Fleischmann war dies binnen zwei Tagen bereits der zweite Vertragsschluss in Sachen Gigabit-Ausbau, nachdem er nicht einmal 24 Stunden zuvor schon die Vereinbarung für sein Gemeindegebiet mit der Firma Leonet fixiert hatte.

"Heute ist ein guter Tag für Achslach, weil die wenigen Unterversorgten jetzt auch noch erschlossen werden" bekräftigten Münch und Wittenzellner unisono. 24 Monate bleiben der Telekom nun, um den Ausbau vertragsgemäß über die Bühne zu bringen und am Ende rund zwölf Haushalten eine Versorgung von bis zu 1 Gbit/s, die sämtliche Möglichkeiten für digitale Anwendungen vom Homeoffice über Telemedizin bis zum Smart Home eröffnet, anzubieten. Dazu werden rund 1500 Meter Glasfaserleitungen verlegt und ein Verteiler aufgestellt.
Trotz voller Auftragsbücher werde man intensiv an einer termingerechten Fertigstellung arbeiten, versicherte Telekom-Techniker Willi Köckeis. Nächstes Jahr werde man mit der Feinplanung starten. Dann werden eine Tiefbau-Firma ausgewählt, die Materialien bestellt und die Baugenehmigungen eingeholt. Sobald dann alle Leitungen verlegt sind und der Verteiler steht, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom – und dann können alle Interessenten die neuen Anschlüsse auch schon buchen und somit nutzen. Allerdings, "Glasfaser gibt es nur gemeinsam", macht Köckeis darauf aufmerksam, dass für den Anschluss an das schnelle Netz das schriftliche Einverständnis des Eigentümers unabdingbar ist. Sonst darf nämlich auf dem Grundstück nicht gegraben und das Gebäude nicht mit Glasfaser erschlossen werden. Die Telekom werde deshalb alle Betroffenen noch direkt kontaktieren.

"Unsere Bürgerinnen und Bürger stehen in den Startlöchern", betonte Bürgermeisterin Wittenzellner. Sie war sehr stolz und glücklich, durch das Instrument der interkommunalen Zusammenarbeit jetzt auch noch die letzten acht Häuser ihrer Gemeinde ans Highspeed-Glasfasernetz zu bringen. Die meisten Bürger hätten ohnehin schon händeringend darauf gewartet, und die restlichen hätten sich von ihr in persönlichen Gesprächen davon überzeugen lassen, wie wichtig es ist, jetzt dieses einmalige Gratisangebot mit FTTH wahrzunehmen. Die Deutsche Telekom als Achslacher Stammversorgerin habe sich bei der Ausschreibung zu diesem Los richtig reingehängt und mit einer Wirtschaftlichkeitslücke von nur 149679 Euro ein super Angebot abgegeben, dem die Konkurrenz nichts entgegenzusetzen hatte, freute sich Wittenzellner. Im Gegenzug seien die "Oxlinger" aber auch sehr zufrieden mit der Telekom und deren bisheriger Tiefbaufirma Streicher, die bei allen bisherigen Ausbaumaßnahmen immer super gearbeitet habe. Telekom-Regionalmanager Münch erinnerte daran, dass dies bereits der dritte Vertrag zum Breitbandausbau mit der Gemeinde Achslach sei. Sobald jetzt auch noch die restlichen acht Anwesen auf Achslacher Seite dazukommen, werde die Kommune bis auf drei Ferienhäuser in Hohenried (bei denen jedoch kein Bedarf besteht) quasi vollversorgt sein. Bei bis zu 1 Gigabyte abrufbarem Datenvolumen sei die Bandbreite dann bald schon kein Thema mehr. Gleichzeitig freute sich Münch, dass sein Unternehmen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit auch die beiden grenznah gelegenen Gotteszeller Anwesen Tafertsried 9 und 10 von Achslacher Seite her anschließen darf.
Der Weg dorthin sei schon sehr anstrengend gewesen, räumte der Breitbandberater der Firma Corwese, Günter Pichlmaier, der mit seiner Idee von der interkommunalen Zusammenarbeit den entscheidenden Anstoß gegeben hatte, ein. Achslach allein hätte ja für seine acht Anwesen keine Chance auf so eine hohe Förderung und auf so ein Ausschreibungsergebnis gehabt, genauso wenig wie die beiden abgelegenen Tafertsrieder Anwesen von Gotteszeller Seite her wirtschaftlich tragbar erschlossen hätten werden können, machte er klar, wie wichtig der Schulterschluss der beiden Nachbargemeinden gewesen ist.
Bürgermeister Fleischmann zeigte sich ebenfalls höchst zufrieden ob der Tatsache, dass sich mit Achslach und Gotteszell ausgerechnet die kleinste und drittkleinste Gemeinde – noch dazu beide nicht gerade finanzstark – so einen Ausbauvorsprung verschaffen konnten und als erste im Landkreis Regen bald schon mit einer hundertprozentigen Highspeed-Internet-Vollversorgung aufwarten können. Sein Dank galt allen, die daran einen nicht unerheblichen Anteil hatten, allen voran Günter Pichlmaier, dem VG-Breitbandpaten Matthias Rechenmacher sowie dem Achslacher Gemeinderat um Bürgermeisterin Wittenzellner für die kollegiale Zusammenarbeit.

 

Marion Wittenzellner