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Achslacher erkunden Windpark

 

Delegation mit Bürgermeisterin an der Spitze informierte sich in Oberfranken

 

02.09.2022 | Stand 01.09.2022, 22:22 Uhr

 

Achslach. "Klimaschutz zum Anfassen im Windpark in Heidelheim", unter diesem Motto haben sich rund 20 Bürgerinnen und Bürger aus Achslach sowie eine Abordnung des Gemeinderates, Jürgen Völkl Forstbetriebsleiter von den Bayerischen Staatsforsten, Projektbegleiter Ulrich Kirchner und Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner mit dem Bus auf den Weg nach Heidelheim im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge gemacht.

 

Die Achslacher mit Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner (M.) an der Spitze erhielten direkt am Turm einer Windkraftanlage einen Einblick in die Bauweise und den Betrieb der Windräder. −Foto: Wittenzellner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Achslacher mit Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner (M.) an der Spitze erhielten direkt am Turm einer Windkraftanlage einen Einblick in die Bauweise und den Betrieb der Windräder. −Foto: Wittenzellner

 

 

Anlass der Exkursion: Fünf Windräder bei Heidelheim speisen seit dem Frühjahr 2017 Strom ins Netz ein, vier werden von den Stadtwerken betrieben, eines von einer Kapitalanlagegesellschaft.
Die Achslacher folgten der Einladung von Erwin Meyer von der KMI Kapitalanlagen + Immobilien GmbH aus Dresden und von Ulrich Kirchner, die bereits in der vorhergehenden Gemeinderatssitzung eine Präsentation über zwei geplante Windenergieanlagen in der Gemeinde Achslach vorgestellt hatten. Auf Grundstücken der Staatsforsten sollen im Gemeindegebiet Achslach zwei Windräder gebaut werden. Mit deren Errichtung würde die Gemeinde energieautark werden.
In Heidelheim erhielten die Achslacher direkt am Turm einer Windkraftanlage einen Einblick in die Bauweise und den Betrieb der Windräder. Regenerative Energieerzeugung ist in Heidelheim in vielen Betrieben zum zweiten Standbein, manchmal sogar zur wichtigen Einkommensquelle, geworden. Zu diesem aktuellen Thema erfuhren die Achslacher viel Wissenswertes rund um die Themen "Erneuerbare Energien und Klimaschutz". Man war nicht nur beeindruckt von der Größe der Anlage des Typs Vensys 112, deren Technik und Ausstattung auch von innen besichtigt werden durfte, sondern auch von der Nennleistung von 2,5 Megawatt, das bedeutet, dass 2500 Kilowatt Strom pro Stunde erzeugt werden können. Die Türme der Windräder wurden in Hybridbauweise errichtet, die bis 85 Meter aus Stahlbeton bestehen und bis zur Nabenhöhe von 140 Metern aus Fertigstahlteilen gefertigt sind. Dazu erläuterten Techniker der Wind AG technische Fragen.
Die geplanten Windräder in Achslach haben einen Rotordurchmesser von 112,5 Meter und eine Leistung von je 7,2 MW, beide somit 14,4 MW. Sie produzieren pro Windrad mindestens neun Millionen kW/h pro Jahr.

 

Viele Fragen zum Beispiel über die Möglichkeit der Erschließung, Mindestabstände zur Wohnbebauung, Stromeinspeisung, Vorrang- und Vorbehaltsflächen, Technik, Gewerbesteuer für die Gemeinde und Rückbau, um nur einige zu nennen, wurden interessiert hinterfragt. Kritisch wurde auch die Lärmbelästigung thematisiert, die jedoch bei der Besichtigung nicht hörbar war.
Zum Abschluss fuhr man noch in das nahe gelegene Dorf, das ungefähr 700 Meter von dem Windpark entfernt ist. Bei der Befragung der Dorfbewohner zu einer Lärmbelästigung, zu Touristen und Anblick der Windräder konnte man größtenteils positive Aussagen vernehmen. Dass das Projekt "Windräder" gewöhnungsbedürftig und nicht alltäglich war, waren weitere Antworten einiger Anlieger. − dr