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Straßen und Wege sind Dauerbrenner

 

Sanierung der Ortsstraße in Grün und zwei Widmungen beschäftigen Gemeinderat

 

15.10.2024 | Stand 15.10.2024, 22:04 Uhr |

53b1342e8e0d-29-120593975Das Schotterstück der Ortsstraße in Grün wird bei starken Regenfällen immer wieder ausgeschwemmt. Einer beantragten Sanierung mit Asphaltierung oder Spurplatten sowie Ableitung der Oberflächenwasser wurde im Gemeinderat zugestimmt. − Foto: Michael Kramhöller

 

Achslach. Straßen- und Wegeangelegenheiten stehen seit einiger Zeit in jeder Sitzung des Achslacher Gemeinderates auf der Tagesordnung. In der jüngsten Zusammenkunft erörterte das Gremium die Widmung von zwei öffentlichen Feld- und Waldwegen (mit Beschränkungen) sowie die Sanierung eines Teilbereiches der Ortsstraße im Gemeindeteil Grün. 

Zur dortigen Straßeninstandsetzung hatte Anliegerin Tanja Naumann einen Antrag eingereicht, über den bereits in der vorherigen Sitzung diskutiert wurde. Zu einer Abstimmung kam es jedoch nicht, da der dezimierte Gemeinderat bei diesem Punkt nicht beschlussfähig war. Die Bürgervertreter bekräftigten auch bei der jüngsten Sitzung im Mehrzweckgebäude, dass die Maßnahme so schnell wie möglich in Angriff genommen werden soll.
 

Einzelheiten möchte der Bauausschuss des Gemeinderates, der schon einige Ortsbesichtigungen vorgenommen hatte, Ende nächster Woche mit dem Bauhof nochmals in Grün abklären. Heuer müssten noch der Straßengraben gereinigt und Strauchbewuchs beseitigt werden, betonten die Ratsmitglieder. Vor der Sanierung der Straße sei die Ableitung des Oberflächenwassers, das aus den Waldgrundstücken ankommt, vorrangig. Deshalb müsse eine größere Sammelrinne (in massiver Bauweise und mit Gitterrostabdeckung) errichtet werden. Von dort könne dann das Wasser über den Graben bis zum verrohrten Bereich, mit dem die Kreisstraße unterquert wird, geleitet werden. Das bislang geschotterte Teilstück der Ortsstraße in Grün soll im kommenden Jahr entweder asphaltiert oder zum Spurplattenweg ausgebaut werden.

Eine 20-jährige Vorgeschichte hat die jetzt erfolgte Widmung der „Lindenauer Forststraße“ zum ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldweg. Bereits im Jahr 2004 hatte der damalige Gemeinderat diese Maßnahme beschlossen, die Widmung ist aber bis jetzt nicht vollzogen worden. Damals waren Verpflichtungserklärungen von 26 beteiligten Waldgrundstücksbesitzern eingeholt worden. Da nun die zusätzliche Beschränkung „nur Anliegerverkehr“ angeordnet wird, musste der Gemeinderat die Widmung nochmals per Beschluss fixieren.

Der künftige ausgebaute öffentliche Feld- und Waldweg hat eine Länge von 2250 Metern und entspreche laut Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner auch seiner tatsächlichen Verkehrsbedeutung. Mit der Widmung übernimmt die Gemeinde die Straßenbaulastträgerschaft. Bei eventuellen Bau- oder Instandsetzungsmaßnahmen müsste die Kommune 70 Prozent der Kosten tragen. Der Gemeinderat versicherte aber, dass man auf eine Finanzierungsbeteiligung der Anlieger „aus Gründen der Gleichbehandlung“ verzichten werde. 

Zufahrt für ein Anwesen in Frath

Mit der Widmung der „Lindenauer Forststraße“ ist außerdem eine zufriedenstellende Lösung für die Zufahrt zu einem Anwesen in Frath gefunden worden. Die neue Eigentümerin Sandra Fischer hatte dafür eine Widmung zum öffentlichen Feld- und Waldweg beantragt. Dieser Vorschlag war bereits im Jahr 1994 im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens von der Direktion für Ländliche Entwicklung unterbreitet worden. Die Widmung wurde seitens der Gemeinde bislang nicht umgesetzt.

In der vorangegangenen Sitzung hatten die Gemeinderäte ins Feld geführt, dass der Weg, der teilweise sehr steil ist und durch eine enge Hohlgasse führt, im derzeitigen Zustand nur von Geländewagen oder Fahrzeugen zur Waldbewirtschaftung benutzt werden kann. Das Gremium regte an, dass sich die betroffenen Waldbesitzer zuerst absprechen sollen und vertagte eine Entscheidung. Wie Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner berichtete, sei diese Unterredung mittlerweile erfolgt; die Anlieger hätten auch eine Einigung für Kostenübernahmen oder Entschädigungen bei baulichen Maßnahmen erzielt.


Der Gemeinderat war sich einig und beschloss die Widmung des Weges Flurnummer 1385 zum nicht ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldweg mit der Beschränkung „nur für Land- und Forstwirtschaft“. Die Antragstellerin kann nun über die vorher gewidmete und in einem einwandfreien Zustand befindliche „Lindenauer Forststraße“ zum abgelegenen Anwesen gelangen, zumal ihr ein Anlieger das erforderliche Fahrtrecht gewähren wird. 

Die Feuerwehr des Marktes Ruhmannsfelden soll künftig die Pflege und Prüfung für das Schlauchmaterial von Wehren aus fünf weiteren Gemeinden übernehmen. Eine Beteiligung von Achslach hielten Bürgermeister Gaby Wittenzellner und die Feuerwehr-Führung für sinnvoll. Die erfolgte Reinigung und Prüfung der B- und C-Schläuche würde in das Feuerwehr-Verwaltungsprogramm „Fire-Manager“ eingepflegt. Das Protokoll diene als Nachweis, wenn bei Einsätzen oder Übungen eventuelle Schäden am Schlauchmaterial auftreten.


Den Abschluss einer erforderlichen Zweckvereinbarung mit dem Markt Ruhmannsfelden genehmigte der Gemeinderat. „Wir probieren es ein Jahr und dann sehen wir weiter“, war zu hören, nachdem es über den ein oder anderen Vertragspassus kurze Diskussionen gegeben hatte. Für jeden Druckschlauch, der in der Einrichtung der Feuerwehr Ruhmannsfelden einmal jährlich gereinigt, geprüft, getrocknet und gerollt werden soll, wird ein Pauschalbetrag von 9,30 Euro in Rechnung gestellt.

Unansehnlich geworden ist die Fassade an der Westseite des Kindergartengebäudes. Das Gremium plädierte dafür, eine neue Vertäfelung anzubringen, wofür Kostenangebote eingeholt werden.

Ihren Kurzbericht leitete die Rathauschefin mit einem Rückblick auf das Hirschensteinfest ein. Wittenzellner dankte der Feuerwehr Achslach für Shuttle-Service und Verpflegung, den Tourist-Infos Achslach und Bernried sowie der Verwaltung für organisatorische Arbeiten.

Dorfweihnacht statt Adventfenster-Aktion

Eine Zusammenkunft mit Vereinsvertretern erläuterten die Bürgermeisterin und Jugendbeauftragter Matthias Oischinger. Ergebnis: Heuer soll auf die Adventfenster-Aktion verzichtet und dafür eine Dorfweihnacht durchgeführt werden. Als Termin ist der 30. November vorgesehen. Den Erlös möchten die mitmachenden Vereine wieder der Jugendarbeit zur Verfügung stellen.

Liegengelassener Hundekot sorgt wieder mal für Ärger in der Gemeinde. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner berichtete von mehreren Beschwerden, sogar am Kindergarten habe man Hinterlassenschaften von Vierbeinern beseitigen müssen. Der Gemeinderat kündigte ein rigoroses Vorgehen gegen uneinsichtige Tierbesitzer an: „Wer Hundekot nicht entsorgt und erwischt wird, wird angezeigt“. 

 

-kr