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Bebauungsplan für Biker-Hütte

 

Vorhaben in Kalteck: Gemeinderat vertagt Entscheidung – knappe Mehrheit für Radwegekonzept

 

14.12.2025| 

47960b73058b-29-133889986An der Zufahrt zum ehemaligen Berghotel in Kalteck steht ein Lagerschuppen, der zu einer Biker-Hütte umgebaut werden soll.  − F.: Kramhöller

 

Von Michael Kramhöller

 

Achslach. Das ehemalige Berghotel in Kalteck liegt seit mehreren Jahren im tiefen Dornröschenschlaf. Für eine touristische Weiternutzung gibt es fertige und genehmigte Pläne, die aber auf Eis liegen. Das Hotel ist an eine Regener Firma verkauft worden – mit Ausnahme eines rund 50 Meter entfernten Lagerschuppens, den der vorherige Eigentümer Siegbert Seitz behalten hat. Wie geplant, erwägt er jetzt den Umbau zu einer Biker-Hütte. Wegen der veränderten Besitzverhältnisse sind aber eine Flächennutzungsplan-Änderung und ein Bebauungsplan erforderlich. Der Gemeinderat erörterte in der Jahresabschlusssitzung den dahingehenden Antrag zur Bauleitplanung, vertagte aber eine Entscheidung wegen einiger Unklarheiten.

 

Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner erläuterte dem Gremium das Vorhaben. Siegbert Seitz möchte eine Biker-Hütte errichten, in der etwa acht Schlafplätze und ein Aufenthaltsraum für rund 20 Gäste vorgesehen seien. Die Fläche, die ins Bauleitverfahren aufgenommen werden soll, betrage rund 1200 Quadratmeter. Die Kosten für die Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes müsse, klar, der Antragsteller übernehmen, betonte die Rathauschefin.

Für den Gemeinderat waren einige Voraussetzungen nicht geklärt. Konkret ging es um die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung sowie die Sicherung der Zufahrt oder eines Fahrtrechtes. Außerdem hielt das Gremium eine Stellungnahme des jetzigen Hotelbesitzers für angebracht. Nach einer kurzen Debatte waren sich die Ratsmitglieder einig, die Entscheidung zum Parallelverfahren zurückzustellen.

Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen die beiden Baugesuche von Rainer Aichinger (Verlängerung der Baugenehmigung für die Errichtung einer Garage mit Holzlege und Geräteraum als Ersatzbau) und Markus Kopp (Neubau einer Lager- und Unterstellhalle in Kogl, ebenfalls als Ersatzbau).

Der Landkreis Regen plant ein Radwegekonzept für gemeindeübergreifende Verbindungen, Fernradwege, Tages- und Mountainbiketouren. Die Kosten für eine einheitliche Beschilderung (Material und Montage) belaufen sich auf 321 110 Euro. Bei einer Förderung von 75 Prozent verbleibt ein Anteil von 137 147 Euro. Nachdem der Landkreis 15 000 Euro beisteuert, müssen die Gemeinden noch 122 147 Euro schultern. Die Kostenaufteilung bei den Kommunen richtet sich nach den jeweiligen Streckenanteilen, auf Achslach entfallen 3664 Euro.

Hochbehälter Lindenau verzögert sich

Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner erläuterte Details, in der Gemeinde Achslach würden zehn Hauptweg- und 48 Zwischenweg-Hinweiser aufgestellt. Kernstück sei ein Radweg, der von Weghof über Öd, Lindenau und Frath nach Kalteck führt und dann im Landkreis Deggendorf weiter verläuft. Die Rathauschefin merkte noch an, dass für den Bauhof keinerlei Arbeiten anfallen. Mit der knappen Mehrheit von einer Stimme befürwortete der Gemeinderat das Radwegekonzept und die Kostenbeteiligung von 3664 Euro. Ein Beschilderungsplan soll noch übermittelt werden.

Der Bau des Wasserhochbehälters Lindenau ist wegen einer Verzögerung beim Förderbescheid auf nächstes Jahr verschoben worden. Zu diesem Großprojekt mit einer Kostenschätzung von 1,5 Millionen Euro gab Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner den im Deggendorfer Ingenieurbüro Kiendl & Moosbauer festgelegten „Fahrplan“ bekannt: Mitte Dezember: Versand der Unterlagen an die Firmen; Ende Januar: Angebotseröffnungen für die Lose 1 und 2; Mitte Februar: Auftragsvergabe im Gemeinderat; am 30. März 2026: Baubeginn.


Am Jahresende werden im Achslacher Gemeinderat diverse Spendengesuche behandelt. Heuer waren sieben Anträge von Vereinen und Organisationen eingegangen. Den höchsten Zuschussbetrag mit 200 Euro bekommen die Helfer vor Ort (HvO) Ruhmannsfelden, die auch bei Notfällen in der Gemeinde Achslach schnell zur Stelle sind. Mit 150 Euro wird die Arbeit der Bergwacht Ruhmannsfelden unterstützt, da die Bereitschaft auch den Bereich Ödwies betreut und in der Gemeinde bei Einsätzen gefordert ist. Hinzu kamen fünf kleinere Zuschussbeträge: jeweils 50 Euro für die Katholische Erwachsenbildung (KEB) im Landkreis Regen, die Rettungshundestaffel Donau-Wald und den Kreisverband Regen des Bayerischen Roten Kreuzes; jeweils 30 Euro für Pro Familia Niederbayern und den Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund.

Radlader musste schnell repariert werden

Wegen eines Defektes war im Gemeinde-Bauhof der Radlader nicht mehr einsatzfähig. Um eine Beeinträchtigung des Winterdienstes zu vermeiden, ordnete Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner eine sofortige Reparatur an. Nach einem Kostenangebot erteilte sie den Auftrag an die Baumaschinen-Fachfirma Beutlhauser in Passau, die nun einen Endbetrag von 10 469 Euro in Rechnung stellte. Das Gremium genehmigte die Eilhandlung der Rathauschefin und die Überweisung der Reparaturkosten.

Auf Nachfrage von Gemeinderat Hans Helmbrecht bestätigte die Bürgermeisterin, dass auch der Unimog in die Werkstatt gebracht werden musste. Ein Schaden am Getriebe und wenig später auch die ausgefallene Heizung seien repariert worden. Helmbrecht meinte, dass sich in letzter die Reparaturen häufen, deshalb sollte man sich Gedanken über eine Neubeschaffung machen.

In ihrem Kurzbericht erwähnte Wittenzellner die wiederum vollauf gelungene Dorfweihnacht und dankte den Beteiligten. Beim Kneippbecken in Wolfertsried hätten Naturschutzexperten festgestellt, dass vermehrt Signalkrebse aufgetaucht seien, die den vorhandenen Steinkrebsen den Lebensraum und die Nahrung wegnehmen. Deshalb wurde eine Sperre errichtet, die regelmäßig gesäubert werden muss. Dafür werde ein Bachpate gesucht, Interessenten könnten sich bei der Gemeinde melden.

Nach einem nichtöffentlichen Teil ließ man das Sitzungsjahr ausklingen bei einer kleinen Feier im Gasthaus Franz Kraus in Lindenau, zu der auch Verwaltungskräfte, Gemeindebedienstete sowie das Kindergartenpersonal eingeladen waren. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner bedankte sich bei allen für die wiederum sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung und gab nach einem Essen noch zwei weihnachtliche Geschichten zum Besten.