Achslach. Zur Ausweisung des neuen Wohngebietes (WA) „Vogelsangstraße“ hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die letzten Entscheidungen für den Bebauungsplan getroffen, der im Oktober beschlossen und danach mit dem Deckblatt zur Flächennutzungsplanänderung öffentlich ausgelegt werden soll. Die Planung liegt in den Händen des Deggendorfer Ingenieurbüros Kiendl & Moosbauer, dessen Chef Hans Moosbauer den Entwurf mit den Ratsmitgliedern nochmals erörterte.
Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner und der Planer hatten die Grundzüge des Bebauungsplanes vorab im Landratsamt ausführlich besprochen. Die Gemeindechefin betonte, dass die Bauabteilung in Regen keine gravierenden Einwände vorgebracht habe. Eine neue Anordnung ziehe allerdings eine mehrmonatige Verzögerung sowie Mehrkosten nach sich, sodass frühestens im Spätherbst 2026 mit der Erschließung begonnen werden kann. Gaby Wittenzellner informierte, dass das Landratsamt eine artenschutzrechtliche Untersuchung für erforderlich halte, wofür nun Kostenangebote von vier Fachbüros eingeholt werden.
Viel Spielraum für die Häuslebauer
Wohngebiet „Vogelsangstraße“: Bebauungsplan besprochen – Artenschutzgutachten gefordert
18.09.2025|
Mit dem Entwurf des Bebauungsplanes für das Wohngebiet Vogelsangstraße, den Planer Hans Moosbauer bei der Sitzung präsentierte, zeigte sich der Gemeinderat einverstanden. − Foto: Michael Kramhöller
Bei den finalen Beratungen zum Bebauungsplan-Entwurf sagte Diplom-Ingenieur Hans Moosbauer, dass die Festlegungen gemeinsam schon intensiv erörtert worden seien. Der Planer hob hervor, dass den künftigen Bauherren ein großer Spielraum bei der Errichtung und Gestaltung von Wohngebäuden und Garagen sowie bei deren Standortwahl innerhalb ihrer Parzellen gewährt werde. Im neuen, gut einen Hektar großen Wohngebiet seien zwölf Bauplätze mit Flächen zwischen 700 und 750 Quadratmetern vorgesehen, verteilt auf vier Dreierriegel, die mit zwei parallel verlaufenden Stichstraßen erschlossen werden.
Die meisten Richtlinien des Bebauungsplanes wurden in vorangegangen Sitzungen abgesegnet: Traufhöhe von 8,0 Metern (talseitig gemessen ab geplantem Gelände), Kniestock bis 1,5 Meter, Geländeveränderungen (Aufschüttung oder Abtragung) sowie eventuelle Stützmauern bis ebenfalls 1,5 Metern, Zelt-, Pult- oder Walmdächer mit Neigung zwischen 18 und 30 Grad ohne Farbvorgabe.
Der als Zuhörer anwesende Bauhof-Mitarbeiter Konrad Edenhofer machte einen Vorschlag, der den Winterdienst erleichtern würde. Aufgrund der beengten Straßenverhältnisse sollte seiner Meinung nach eine Freifläche zur Schneeablagerung eingeplant werden. Diese Anregung hielt auch der Gemeinderat für sinnvoll; für die Lagerfläche muss eine Parzelle um 30 bis 50 Quadratmeter verkleinert werden.
Zu Beginn der Sitzung im Mehrzweckgebäude hatte sich das Gremium mit fünf Baugesuchen beschäftigt. Anja Paukner möchte das bestehende Wohnhaus in der Schulstraße erweitern sowie eine Doppelgarage und einen Carport errichten. Gemeinderat Hans Helmbrecht verwies auf die schmale Zufahrt, was zum Beispiel bei einem Feuerwehreinsatz Probleme aufwerfen könnte. Deshalb legten die Ratsmitglieder als Auflage fest, dass die Zufahrt im Einmündungsbereich ausgeweitet werden soll.
Ohne Einwände befürworteten die Ratsmitglieder die beiden Anträge auf Verlängerung der Baugenehmigung von Gertrud Ebner (Neubau eines Zweifamilienwohnhauses mit Doppelgarage am Leuthenhang) und Josef Aichinger (Errichtung von drei Carports in der Vogelsangstraße). Beim Vorhaben von Lena Müller (Neubau eines Einfamilienwohnhauses und Beseitigung des bestehenden Gebäudes am Gotteszeller Weg) war bereits der Vorbescheid genehmigt worden. Zum nun eingereichten Bauantrag erteilte das Gremium ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen, das auch für einen Vorbescheid erfolgte. Erwin Krieger plant in Frath die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage und Unterstellhalle.
Der Haushaltsplan 2025 ist von der Rechtsaufsichtsbehörde des Landratsamtes genehmigt worden. Deren Stellungnahme wurde den Gemeinderäten vorab zugeschickt und dann in der Sitzung nur mehr beschlussmäßig zur Kenntnis genommen.
Für die Kommunalwahlen am 8. März 2026 hat der Gemeinderat den Wahlleiter bestellt. Diese Aufgabe soll wieder Rainer Aichinger übernehmen, der bei der Verwaltungsgemeinschaft Ruhmannsfelden beschäftigt ist. Zum stellvertretenden Wahlleiter wurde Franz Ebner bestimmt. Der Gemeindewahlleiter trägt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl mit folgenden Aufgabenbereichen: Wahlbekanntmachung, Berufung von Mitgliedern des Gemeindewahlausschusses, Entgegennahme der Wahlvorschläge, amtliche Bekanntgabe des Wahlergebnisses.
Ihren Bericht über aktuelle Angelegenheiten eröffnete Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner mit dem schadhaften Brückengeländer in Lindenau, das nun von einer Firma aus Vilshofen demontiert wird. Danach erhalte das Geländer eine Sandbestrahlung und eine Neubeschichtung. Zur provisorischen Sicherung des Brückenübergangs werde ein Bauzaun aufgestellt, sagte die Gemeindechefin.
Kurz streifte Wittenzellner die turnusgemäße Feuerbeschau, die kürzlich bei zehn Objekten durchgeführt wurde. Mit dabei waren ein Vertreter der Gemeinde, Michael Helmbrecht als Kommandant der Feuerwehr Achslach, sowie Alois Schraufstetter aus Deggendorf als Brandschutz-Fachkundiger.
Dankesworte richtete die Bürgermeisterin an die Sparkasse Regen-Viechtach, die im Achslacher Kindergarten für das Projekt „English Playtime“ wieder die gesamten Kosten von 561,50 Euro übernommen hat.
Zur Ferienregion Hirschenstein teilte die Bürgermeisterin mit, dass die Gemeinde Mariaposching aus dem Verbund ausgetreten sei. Somit gehören der Ferienregion nur mehr die fünf Gemeinden Achslach, Bernried, Metten, Offenberg und Schwarzach an.
Sechs Kommunen sind in der ILE Donauwald vertreten, die laut Bürgermeisterin im Jahr 2026 über ein Regionalbudget von 60 000 Euro verfügen kann. Jetzt warte man noch auf den Genehmigungsbescheid aus dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Anschließend könnten dann wieder Vereine und Gruppierungen Anträge auf Förderung von Kleinprojekten einreichen, sagte Gaby Wittenzellner.
− kr













