BannerbildLindenau-AchslachGipfehafalHirschenstein Kraus ChristophKlausenstein bei NebelWinterRauher Kulm im Winter
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Stühlerücken in den Forstrevieren


Wechsel in den Forstrevieren Achslach und Frauenau: Scherer geht, Dendl und Arbinger übernehmen

 

01.03.2026|  88682ba29eb4-29-136102756Wechsel in den Forstrevieren Achslach und Frauenau: Christoph Salzmann (von links) , Bereichsleiter Forsten am AELF Regen, führte Tobias Dendl (Revierleiter Achslach) und Carmen Arbinger (Revierleiterin Frauenau) in ihre neuen Dienstposten ein. Alfons Scherer, langjähriger Achslacher Revierleiter, geht in den Ruhestand. - Foto: S. Steffl/AELF Regen

 

Zum 1. März steht in zwei Forstrevieren des AELF Regen ein personeller Wandel an. Das hat die Regener Behörde in einer Pressemitteilung mitgeteilt. Der langjährige Achslacher Revierleiter Alfons Scherer geht nach nahezu vier Jahrzehnten im Dienst der Bayerischen Forstverwaltung in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Tobias Dendl, bisher Leiter des Forstreviers Frauenau. Dort wiederum tritt Carmen Arbinger ihren Dienst als Revier-Chefin an. 

Nach fast 40 Jahren im Forstdienst verabschiedet sich Forstamtsrat Alfons Scherer in den Ruhestand. Der gebürtige Bischofsmaiser, der in Deggendorf aufwuchs, begann nach seiner Bundeswehrzeit 1982 das Studium der Forstwirtschaft an der Fachhochschule Weihenstephan. 1987 trat er seine erste Stelle im Forstrevier Auerbach an . Dort betreute er fast ein Vierteljahrhundert lang die privaten Waldbesitzer im Lallinger Winkel und im Sonnenwald.

 

Ruhestand nach fast 40 Jahren im Forstdienst

2012 wechselte Scherer schließlich in sein „Heimatrevier“ Achslach. 

Besonders am Herzen lag ihm laut AELF stets die enge Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern. Mit großem Engagement habe er sie beim Aufbau naturnaher Mischwälder, bei Pflege- und Durchforstungsmaßnahmen sowie bei der langfristigen Erschließung der Waldgebiete unterstützt. Unter seiner Leitung wurden rund 30 Kilometer Forstwege ausgebaut. 
 

Als Ausbildungsbeamter für den gehobenen Forstdienst begleitete Scherer seit 2009 zahlreiche Forstpraktikanten und Anwärter – viele von ihnen sind heute selbst als Förster tätig. Bereichsleiter Forsten Christoph Salzmann am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Regen würdigt Scherers Wirken: „Herr Scherer hat sich mit Herzblut und Fachwissen für die Wälder und die Waldbesitzenden eingesetzt. Seine Leidenschaft haben im Wald, bei seinem Kollegium und den Waldbesitzenden Spuren hinterlassen.“

Der neue Achslacher Revierleiter Tobias Dendl kann auf eine vielseitige berufliche Laufbahn zurückblicken. Nach einer Ausbildung zum Werkzeugmechaniker, Zivildienst und einer Ausbildung zum Gärtner besuchte er die BOS Schönbrunn und studierte dann an der Hochschule Weihenstephan. Berufliche Stationen führten ihn nach Lohr sowie an die Landwirtschaftsämter Regensburg und Neumarkt., bevor er 2017 als Sachbearbeiter zum AELF Regen wechselte. Ab 2020 leitete er das Forstrevier Frauenau. „Mir liegt der Wald als Ganzes am Herzen. Naturschutz und wirtschaftliche Nutzung gehören für mich untrennbar zusammen“, betont Dendl. Er wolle die Waldbesitzer durch fundierte Beratung und Förderung unterstützen, man müsse gemeinsam einen starken, zukunftsfähigen Wald entwickeln. Künftig betreut er als Förster die Gemeinden Achslach, Bischofsmais, Gotteszell, Patersdorf, Ruhmannsfelden, Teisnach und Zachenberg.

 

Im Forstrevier Frauenau übernimmt Försterin Carmen Arbinger die Leitung. Seit 2023 ist sie als Sachbearbeiterin am AELF Regen tätig und unterstützte in dieser Funktion das Revier Frauenau. Arbinger studierte von 2017 bis 2021 Forstingenieurwesen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und absolvierte ihre Anwärterzeit in Lohr am Main. Weitere Praxiserfahrungen sammelte sie am AELF Landau-Pfarrkirchen sowie beim Staatsforstbetrieb Bodenmais. Arbinger blickt ihrer neuen Aufgabe mit großer Motivation entgegen: „Regelmäßige Holzernte ist ein zentraler Schritt zur Stabilisierung der Wälder. Waldbesitz bedeutet große Verantwortung, auch für die Gesellschaft“, betont sie.

 

Neue Betreuer für zwölf Gemeinden

Als wichtigste Herausforderung sieht Arbinger den Umbau von Reinbeständen hin zu widerstandsfähigen Mischwäldern. Dabei seien regelmäßige Holzernte, gezielte Wiederaufforstung und das Ergänzen junger Bestände mit Mischbaumarten entscheidend – ebenso wie der Schutz wertvoller Biotope und die Förderung naturnaher Strukturen. Ihr Dienstgebiet umfasst die Gemeinden Bayerisch Eisenstein, Frauenau, Langdorf, Lindberg, Zwiesel sowie den Klingenbrunner Wald. Sie und Dendl sind in „ihren“ Gemeinden Ansprechpartner für alle Fragen rund um Waldbewirtschaftung, Fördermöglichkeiten oder den Waldumbau.

 

bb