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Gebührenerhöhung nach zwölf Jahren

 

Aus der Achslacher Gemeinderatssitzung: Neukalkulation beim Friedhofswesen – Nochmalige Erweiterung der Urnenfelder

 

Von Michael Kramhöller

 

Achslach. Seit 2014 sind die Bestattungsgebühren in der Gemeinde Achslach nicht erhöht worden. Da das Friedhofswesen zu den kostendeckenden Einrichtungen einer Kommune zählt, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nach einer Neukalkulation die Anhebung beschlossen. Außerdem entschied das Gremium, die Urnengräberreihe nochmals zu erweitern.
 

Auf Grundlage des Kommunalabgabengesetzes hat Matthias Rechenmacher von der Verwaltungsgemeinschaft Ruhmannsfelden die Bestattungs- und Grabgebühren für den Friedhof Achslach neu ermittelt. Wegen des langen Zeitraums von zwölf Jahren habe sich eine größere Erhöhung ergeben, resümierte er. Nach kurzer Erörterung billigte das Gremium die Anhebung der Gebührensätze, die erforderliche Änderungssatzung soll in der nächsten Sitzung erlassen werden.
 

Die künftigen Grabgebühren: Reihengrabplatz 465 Euro (bisher 210 Euro); Urnengrabstätte 280 Euro (bisher 210 Euro), Familiengrabplatz 637,50 (bisher 390 Euro). Bei Verlängerungen sind pro Jahr zu entrichten: 31 Euro (bisher 14 Euro) für ein Reihengrab; 28 Euro (bisher 14 Euro) für ein Urnengrab; 42,50 Euro (bisher 26 Euro) für ein Familiengrab. 
 

Danach waren die Bestattungsgebühren an der Reihe. Bei der Grabherstellung fallen 750 Euro (bisher 650 Euro) an. Neu aufgenommen wurden anfallende Mehrkosten: Bei Tieferlegung beträgt die Gebühr 880 Euro, bei Kompressorarbeiten 850 Euro. Für Urnenbeisetzungen werden 420 Euro (bisher 230 Euro) in Rechnung gestellt. Durch die einheitliche Gestaltung kommen hinzu: 205 Euro für eine Urnentafel, 155 Euro für eine Laterne und 95 Euro für einen Weihwasserkessel. Da bei einer Urnenbeisetzung im Reihen- oder Familiengrab der Arbeitsaufwand geringer ist, plädierte der Gemeinderat für eine separate Berechnung. Bei der Benutzung des Leichenhauses sprach sich das Gremium gegen einen Tagessatz aus; somit wird weiterhin ein Pauschalbetrag von nunmehr 140 Euro (bisher 90 Euro) verlangt.
 

Im Friedhof ist erst im Frühjahr vorigen Jahres das Urnenfeld um eine weitere Reihe erweitert worden. Von den neun Grabplätzen sind aber nur mehr vier frei, daher wird die Gemeinde die nächste Reihe anlegen. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner informierte, dass der Bauhof wahrscheinlich im Sommer diese Maßnahme in Angriff nehmen werde. Unverändert bleibe die einheitliche Ausführung: Einfassung mit schmalen Granit-Leistensteinen, Weihwasserbehälter, Grablaterne und Granitplatte, auf der persönliche Daten des Verstorbenen eingraviert werden können.
 

Keine Einwände gab es zum Bauantrag von Georg Aichinger, der in Kogl eine Pferdestallung (17 mal 17 Meter) mit Paddocks errichten möchte. Im Zusammenhang mit der Vorstellung des Hotel-Konzeptes in Kalteck wurde kurz das Vorhaben von Hotelvorbesitzer Siegbert Seitz angesprochen, der auf einem Grundstück neben der Zufahrt ein dort befindliches Nebengebäude zu einer Biker-Hütte umbauen möchte. Den vor einigen Wochen eingereichten Bauantrag hatte der Gemeinderat zurückgestellt mit der Begründung, dass auch für die Biker-Hütte zuerst die Wasserversorgung geklärt werden müsse. Das Gremium schlug vor, dass sich hierzu der Antragsteller mit dem Bauherrn der Hotelanlage in Verbindung setzen soll.
 

Missverständnisse aufgeworfen hat das Rücktrittsgesuch von zwei Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr Achslach. Kommandant Michael Helmbrecht und 3. Kommandant Siegfried Aichinger hatten bei der Gemeinde ihre Demission eingereicht, doch bei der Bekanntmachung war der Zusatz „aus organisatorischen Gründen“ nicht erwähnt worden. Die Amtszeit der beiden wäre noch länger gelaufen, doch bei der nächsten Dienstversammlung der Feuerwehr am 28. Februar sollen alle Posten vergeben werden. Deswegen sind Michael Helmbrecht und Siegfried Aichinger formell zurückgetreten. Sie machen aber weiter und werden sich als 1. beziehungsweise 3. Kommandant wieder zur Wahl stellen.
 

„In der Gemeinde Achslach gibt es keinen neuen Mobilfunk-Standort“, betonte Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner und erklärte, dass am bestehenden Mastträger des Bayerischen Rundfunks eine Aufrüstung und Netzmodernisierung vorgenommen wurde. Am knapp 42 Meter hohen Bauwerk seien die Sende- und Empfangseinheiten aus statischen Gründen in einer Höhe von 29 Metern abgebracht worden. Der Mobilfunk-Standort liefere nun 4G- und 5G-Technologie für die Achslacher Bürger und die Kunden der Telekom, nachdem mit der hergestellten Glasfaser-Anbindung die Grundlage geschaffen wurde.
 

Für 1. März kündigte die Rathauschefin hohen Besuch an. Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer kommt nach Achslach. Der Pastoraltermin beginnt um 9.30 Uhr mit einem Empfang, danach wird in der Pfarrkirche ein Gottesdienst gefeiert. Nach einer kurzen Gesprächsrunde geht es für Bischof Voderholzer weiter zur nächsten Station nach Gotteszell. 
 

Zum Schluss ihres Kurzberichts wies Gaby Wittenzellner noch auf den Bürgerenergiepreis Niederbayern hin. Bewerbungen seien bis 25. März möglich (weitere Einzelheiten im Internet).