BannerbildLindenau-AchslachGipfehafalHirschenstein Kraus ChristophKlausenstein bei NebelWinterRauher Kulm im Winter
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Aufforstung und Formsache

 

Freistaat versäumt Frist: Stellplatz-Satzung tritt in der Gemeinde Achslach erst jetzt in Kraft

 

Achslach. Mit einem Mini-Programm ist der Gemeinderat Achslach ins neue Sitzungsjahr gestartet. Die Genehmigung eines Aufforstungsantrages und eines Zuschussgesuches sowie eine formelle Änderung zur Einführung der bereits beschlossenen Stellplatz-Satzung waren ruckzuck erledigt, der Kurzbericht von Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner komplettierte die Tagesordnung.

Bei der ersten Zusammenkunft 2026 im Mehrzweckgebäude war das Gremium vollzählig vertreten. Zu Beginn gab es zwei Änderungswünsche zum Protokoll der vorangegangenen Sitzung: Die Gemeinderäte Helmut Fischer und Matthias Oischinger wollten Abstimmungsergebnisse berichtigt haben.
 

Als erstes Vorhaben genehmigten die Ratsmitglieder einen Antrag auf Erstaufforstung. Konrad Edenhofer plant auf einem Wiesengrundstück nordöstlich der Ortschaft Kager eine Bepflanzung mit „standortgerechtem Mischbestand“. Das rund 7500 Quadratmeter große Areal ist bereits von Wald umschlossen. Den Erstaufforstungsantrag hatte Edenhofer beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Regen eingereicht, das nun die Gemeinde um eine Stellungnahme ersuchte. Zu diesem Vorhaben hatte das Gremium nichts einzuwenden. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner ergänzte, das Forstrevier Achslach habe das Vorhaben bereits positiv beurteilt.

In der Jahresschlusssitzung hatte der Gemeinderat eine Reihe von Zuschussgesuchen behandelt und Vereine und Gruppierungen mit kleineren Beträgen unterstützt. Der Antrag des Volleyballvereins Gotteszell (VVG) war verspätet eingegangen und wurde in der jüngsten Sitzung kurz erörtert. Der VVG verwies auf seine intensive, qualifizierte Jugendarbeit, wobei sich derzeit gleich elf Nachwuchsmannschaften im Spielbetrieb befinden. Mitglied bei den Volleyballern seien aktuell 14 Achslacher Gemeindebürger. Mit zwei Gegenstimmen entschied das Gremium, dem VVG wie im vorigen Jahr einen Zuschuss von 50 Euro zu überweisen.

Im Juli vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat eine neue Stellplatzsatzung verabschiedet. Die Verordnung hätte eigentlich zum 1. Oktober 2025 in Kraft treten sollen, doch der Freistaat versäumte den Erlass der erforderlichen Ermächtigungsgrundlage. Deshalb waren ein neuer Gemeinderatsbeschluss sowie eine neue Ausfertigung der Satzung erforderlich. Das Gremium stimmte zu, sodass die neue Stellplatzsatzung nun unmittelbar nach der Bekanntmachung, also in dieser Woche, eingeführt werden kann.

Mit zwei Mitteilungen des Landratsamtes Regen leitete Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner ihren Bericht ein. Sie informierte über eine Einladung zum traditionellen Eisschießpokalturnier des Landkreises, das am 12. März stattfindet. Mit dem „Weißen Engel“ zeichnet der Freistaat Bayern ehrenamtlich tätige Personen aus, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheits-, Pflege- und Präventionsbereich engagieren. Vorschläge für Achslacher Gemeindebürger und -bürgerinnen nimmt die Bürgermeisterin entgegen.

Seine Schatten voraus wirft das Großprojekt in diesem Jahr, die Errichtung eines neuen Wasserhochbehälters oberhalb von Lindenau. Die Rathauschefin erwähnte, dass die Ausschreibung laufe und Angebote noch bis Ende des Monats abgegeben werden können. Wittenzellner kündigte an, dass in der nächsten Gemeinderatssitzung die Aufträge für die ersten beiden Lose (Baumeisterarbeiten, technische Ausstattung) vergeben werden. 

Bei den abschließenden Wünschen und Anfragen brachten die Gemeinderäte Matthias Oischinger und Dr. Christian Mies die Böschungspflege bei Forststraßen (rechtzeitige Beseitigung des Strauchbewuchses) zur Sprache. Eine Beschädigung an der sanierten Kreisstraße vermeldete Gemeinderat Helmut Fischer. Über das weggebrochene Stück des Asphaltbelages wird die Bürgermeisterin das Staatliche Bauamt informieren.
 

 

− kr