FC-Vorsitzender Florian Salzberger empfing sie mit: „Willkommen in Weibing, beim Hetz Toni. Überwältigend, wie viele Leute da sind, heut sand’s bestimmt 150 und i g’frei mi riesig auf den heutigen Nachmittag und Abend.“
In Gedichtform das Anliegen vorgetragen
Achslachs Vorsitzender Stefan Aichinger kam gleich zur Sache und wandte sich in Gedichtform mit dem Anliegen seines Vereins an die ausgewählten Paten. „Griass eich God, ihr liabn Leit. Mia san heit kemma, voller Freid. Vom SV Achslach san ma her, mit unser’m Anliegen und des wiegt schwer. Mia ham ma heier a Festl, des is g’wiss, weil unser Verein scho fast sechzg Jahr oid is.“ 2. Vorsitzender Thomas Egginger: „Mia ham uns heit bei eich eig’fundn, zum verbringa a paar zünftige Stunden. Alle Oxlinga san af a besonderen Mission, werd ma ohne Patenverein sicherlich net hoam fahr’n. Als Unterstützung ham ma unsa Schirmherrin mitg’numma, de hat beim letz’n Moi scho so vui trunga. Vorstand Daniel Staudhammer: „Meine liab’n Leit, werd’s hoit a amoi g’scheit, glaubt’s an unsern Fußballgott. Mit an kloana JA, kinnt’s uns vui erspar’n.“
Eine großzügige Fläche stand hinter dem Hetz-Gasthaus zur Verfügung, um die ersten Aufgaben zu bewältigen. Baumstamm-Sägen gehörte zum Pflichtprogramm. Je ein 25 Zentimeter und ein 33 Zentimeter großer Klotz mussten abgesägt und in Scheite gespalten werden. Die Säge war nicht die Beste und es kostete einige der Säger Mühe, bis der Klotz fiel. Die Anstrengung war schnell vergessen, als Stefan Stieglbauer (Stix), beim 60-Jährigen des FC Schirmherr, ein Fass angezapft und sich auch einiges zur Stärkung auf dem Leiterwagerl fand.

Der abgesägte Holzklotz musste nicht nur 33 Zentimeter lang sein, sondern auch fachgerecht gespalten werden.
Schon ging es zur nächsten Herausforderung, angekündigt vom Vorsitzenden Salzberger. „Mia hamma da unten an Bach, mit den zwei Eimern, die wir für euch vorbereitet haben, sollt ihr die Mörtelwanne bis zur obersten Markierung voll machen. Könnt eine Menschenkette machen und es dürfen sich beliebig viele beteiligen.“ Obwohl die Eimer löchrige Böden hatten, hatten es die schnellen Wasserträger in einer knappen Viertelstunde geschafft, die Wanne bis zur Markierung zu füllen.
Im Hetz-Saal herrschte recht bald eine sehr heitere Stimmung. Ziemlich aufwendig war die dritte Aufgabe. Reinhard Kilger (Hatti) wurde in Gummistiefeln und Kittel zum Holmer-Hof geschickt, um eine Kuh zu melken und mit dem Inhalt schnellstens wieder zurück zu sein. Vier Liter waren vorgegeben, Hatti und Holmer-Bäuerin Sonja meinten es gut und füllten den Eimer mit acht Litern Milch. Zurück im Saal wurde von Vorsitzendem Salzberger, unterstützt von Kollegen, ein Liter Rum und eine ganze Packung Kakaopulver mit einem Riesen-Kochlöffel eingerührt, bevor die dafür schon vorbereitete Saufmaschine mit sechs Schläuchen zum Einsatz kam. Achslachs Vorsitzender Aichinger benannte zwei Sechsergruppen, unter ihnen die Bürgermeisterin, das Leeren des Eimers zu übernehmen. Dank weiterer Unterstützung von Achslachern, gelang es ihnen nach zehn Minuten.
Zwei weitere Aufgaben warteten noch auf die Bittsteller, darunter eine längere Einlage, zusammen mit den Turner-Mädels des FC-Edenstetten. Fünf Turnerinnen führten zwei Hebefiguren und eine Schrittkombination vor, die von fünf Achslachern, drei Spieler der 1. Mannschaft, Vorsitzenden Aichinger und Bürgermeisterin Wittenzellner nachzumachen waren. Anschließend galt es für fünf Kandidaten, den Song „Shut up and dance“ zu performen; nachdem ihnen von den Turnerinnen eine Choreografie vorgetanzt wurde, mussten sie diese mit Kronen auf dem Kopf vorführen. Abteilungsleiterin Turnen, Gisela Ertl, moderierte und segnete das Gezeigte als bestanden ab.
Alle Aufgaben wurden zur Zufriedenheit erfüllt
Fordernd war auch die letzte Aufgabe: Scheitl knien. In dieser Stellung mussten von zwei Vorstandsmitgliedern und zwei weiteren Mitgliedern zehn Gegenstände, darunter Schnupftabak, Goldzahn, BH, Piercing, Ohrring oder Biermarke gezeigt werden. Wenn nicht, war eine Runde Schnaps fällig, es kamen fünf zusammen.
Abschließend stellte Vorsitzender Salzberger an seine Mitglieder die Frage, ob die Achslacher alle Aufgaben zu ihrer Zufriedenheit erfüllt haben und man die Patenschaft übernehmen soll. Unter lauten Rufen und Riesenapplaus wurde zugestimmt und in den gemütlichen Teil des Patenbittens übergegangen mit der Übergabe eines Werbebanners, der an einem Bauzaun in Achslach aufgestellt werden sollte. Zwischendurch stand natürlich auch noch ein gemeinsames Gickerl-Essen auf dem Abendprogramm.