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Kleine Kommune stemmt großes Projekt

 

Neuer Hochbehälter Lindenau: Aufträge für 1,367 Millionen Euro vergeben – Artenschutzgutachten zum Baugebiet

 

27.03.2026|     42c5eb633e7c-29-136964181Nach der Abholzung auf dem Terrain des neuen Baugebietes an der Vogelsangstraße kann die Erschließung erst im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. Grund für die Verzögerung sind Maßnahmen für das geforderte Artenschutzgutachten. − Foto: Michael Kramhöller

 

Von Michael Kramhöller

 

Achslach. Einen finanziellen Kraftakt muss heuer die Gemeinde Achslach, mit knapp 1000 Einwohnern die kleinste Kommune des Landkreises Regen, bewältigen. Mit 1,367 Millionen Euro schlägt die Errichtung des neuen Wasserhochbehälters oberhalb der Ortschaft Lindenau zu Buche.

Bei der Auftragsvergabe der beiden Lose, die der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung vorgenommen hat, kamen die wirtschaftlich günstigsten Bieter zum Zuge. Die Baumeisterarbeiten übernimmt die Firma Mader Bau GmbH aus Bischofsmais zum Angebotspreis von 672 373 Euro. Etwas teurer kommt der Anlagenbau mit PE-Behälter und modernster Technik, den die Firma Schwarzkopf Wassertechnik GmbH aus Schöllnach für 694 872 Euro ausführen wird. Erfreulich für die Gemeinde: Mit der Gesamtsumme von 1 367 245 Euro sind die beiden Gewerke unter dem Kostenvoranschlag von 1,5 Millionen Euro geblieben.

 

Nach Ostern rollen die Baumaschinen an

In der jüngsten Sitzung des Gremiums im Mehrzweckgebäude gab Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner bekannt, dass nach Ostern die Baumaschinen anrollen werden. In der nächsten Woche sei eine Baustellenbesprechung mit dem planenden Ingenieurbüro Kiendl & Moosbauer (Deggendorf) und Firmenvertretern anberaumt. Das neue Wasserreservoir hat eine Speicherkapazität von 180 Kubikmetern und kann nicht nur den Bereich Lindenau, sondern bei Bedarf auch das Dorf Achslach über eine Ringleitung versorgen.

Durch die von der Naturschutzbehörde angeordnete artenschutzrechtliche Prüfung wird sich die Erschließung des geplanten Baugebietes „WA Vogelsangstraße“ um ein Jahr verzögern und kann erst im Frühjahr 2027 in Angriff genommen werden. Da die speziellen Beobachtungen und Untersuchungen für mehrere Tier- und Pflanzenarten schon Ende März starten und sich bis Oktober hinziehen, war Eile geboten bei der Auftragsvergabe an ein Fachbüro. Zur artenschutzrechtlichen Prüfung (einschließlich faunistischer Erhebungen) wurden bei der Verwaltung der VG Ruhmannsfelden zwei Kostenangebote abgegeben. Mit 11 211 Euro unterbreitete das „Team Umwelt Landschaft“ aus Deggendorf die günstigste Offerte und erhielt auch den Zuschlag. Die Eilhandlung von Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner wurde vom Gemeinderat nachträglich abgesegnet.

 

In der vorangegangenen Zusammenkunft hatte der Gemeinderat nach einer Neukalkulation die Anhebung der Benutzungsgebühren für die Bestattungseinrichtungen beschlossen. Nun wurde die von der Verwaltung ausgearbeitete Änderungssatzung abgesegnet. Ab 1. Mai gelten die neuen jährlichen Gebühren: 31 Euro für ein Reihengrab, 28 Euro für ein Urnengrab, 42,50 Euro für ein Familiengrab. Für die Grabherstellung werden künftig verlangt: 780 Euro normal, 880 Euro mit Tieferlegung, 850 Euro mit Kompressoreinsatz. Bei einer Urnenbeisetzung sind es 420 Euro, bei einer Beisetzung in einer Urnengräberreihe kommen 455 Euro für Tafel, Laterne und Weihwasserkessel hinzu. Nun muss noch die Stammsatzung aus dem Jahr 1981 aktualisiert und danach genehmigt werden.

Das Hauptspielfeld des Achslacher Sportplatzes wird wieder auf Vordermann gebracht. Die Instandsetzung übernimmt der SV, der in seinem Zuschussantrag betonte, dass zum optimalen Erhalt des Sportplatzes – neben der ehrenamtlichen Pflege durch das Platzwartteam des Vereins – regelmäßige Maßnahmen erforderlich seien. Heuer müsse auf dem Hauptplatz eine Tiefenlockerung mit Einsandung vorgenommen werden. 

Der SV hatte dafür ein Angebot von einer Fachfirma aus Furth im Wald eingeholt. Knapp 4500 Euro sind für die Instandsetzung veranschlagt, wobei der Verein vorab die notwendigen Vertikutierarbeiten durchführen und im Nachgang den Platz mit Dünger behandeln wird. Ohne Diskussion genehmigte der Gemeinderat einen Zuschuss von 2500 Euro.

Schnell erledigt war die gemeindliche Bestätigung des neuen Führungstrios der aktiven Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Achslach. In der kürzlichen Dienstversammlung waren Kommandant Michael Helmbrecht, 2. Kommandant Stefan Edenhofer und 3. Kommandant Siegfried Aichinger wiedergewählt worden. Die Bürgermeisterin ergänzte, dass die Bestätigung des Kreisbrandrates bereits erfolgt sei.

In ihrem Bericht sprach Gaby Wittenzellner zuerst das Regionalbudget der ILE Donau-Wald an. Einzelheiten zur Vergabesitzung in Ruhmannsfelden erläuterte auch Gemeinderat und Jugendbeauftragter Matthias Oischinger. Drei Achslacher Vereine dürfen sich über Zuschüsse freuen: der SV über 5333 Euro für ein neues Stahltor zum Kühl- und Lagerraum im Vereinsheim, die Jugendfeuerwehr über 5514 Euro für ein Smartboard und der Tennisclub über 402 Euro für einen Pavillon. Diese Beträge sind eine 90-prozentige Förderung der ILE, den Rest steuert die Gemeinde bei.
 

Mauer im Außenbereich des Kindergartens ist fertig

Die neue Mauer im Außenbereich des Kindergartens, erstellt von der örtlichen Baufirma Reger für 11 780 Euro, ist nun fertig. Die Bürgermeisterin sagte, dass bei den Restarbeiten (Sandbett, Rasen) der Bauhof mithelfen werde. An der Mauer werde noch eine Holzverkleidung angebracht, die die Kinder bemalen können. Zum Kneipp-Tretbecken in Lindenau erwähnte Wittenzellner, dass dort mit Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Regen eine Krebssperre eingebaut werde.

In ihren Schlussworten blickte Gaby Wittenzellner zurück auf die Wahl am 8. März. Sie gratulierte den wieder- und neugewählten Gemeinderäten und wünschte sich auch in der neuen Amtsperiode eine gute Zusammenarbeit. Ein Dank der Rathauschefin galt allen Wahlhelfern und den Bauhofmitarbeitern sowie Sepp Edenhofer von der Kirchenverwaltung für die Vorbereitungsarbeiten im Pfarrheim.