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Geschichtsträchtiger Spatenstich

 

Hochbehälter-Bau in Lindenau ist mit 1,5 Millionen Euro das bislang teuerste Projekt der Gemeinde

 

29.04.2026| 

a7f165d09128-29-137883100Der Spatenstich auf der Hochbehälter-Baustelle mit Planer Johannes Brunner (von links), VG-Kämmerer Andreas Mühlbauer, Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner, Matthias Rechenmacher (VG-Bauamt), Andreas Preuß (Baufirma Mader), Robert Hartl, Konrad Edenhofer (beide Gemeindebauhof), 2. Bürgermeister Johann Gruber und Gemeinderat Franz Kraus. − Foto: Kramhöller

 

Von Michael Kramhöller

 

Achslach. Zukunftsweisendes Ereignis in der Gemeinde Achslach: Das bislang teuerste Projekt, der auf 1,5 Millionen Euro veranschlagte Neubau des Wasserhochbehälters Lindenau, ist mit dem Spatenstich offiziell in Angriff genommen worden.

Kurz nachdem zwei große Bagger mit dem Erdaushub begonnen hatten, ging der symbolische Akt über die Bühne. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner hatte eingeladen. Auf der Baustelle oberhalb von Lindenau, kurz vor dem Übergang von der Gemeinde- in die Forststraße, begrüßte sie Johannes Brunner vom planenden Ingenieurbüro Kiendl & Moosbauer (Deggendorf), Andreas Preuß vom Bauunternehmen Mader (Bischofsmais), Kämmerer Andreas Mühlbauer und Bauamtsleiter Matthias Rechenmacher von der VG Ruhmannsfelden, 2. Bürgermeister Johann Gruber, Gemeinderat Franz Kraus sowie die Bauhofmitarbeiter Konrad Edenhofer und Robert Hartl.
 

Den Bau des Hochbehälters mit einem Fassungsvermögen von 180 Kubikmetern bezeichnete die Gemeindechefin als bedeutsame Maßnahme für die langfristige Sicherstellung der eigenen Trinkwasserversorgung. Wittenzellner erhoffte sich einen zügigen, reibungslosen und vor allem unfallfreien Verlauf der Bauarbeiten. Problemlos gestaltete sich zumindest schon der Aushub ohne Felsvorkommen und einem standfesten Boden. Erfreut vernahm die Bürgermeisterin eine Mitteilung von Planer Johannes Brunner, der sagte, dass die vor einigen Jahren eingebaute UF-Anlage des bestehenden Hochbehälters wiederverwendet werden könne, was eine Kostenersparnis von rund 70 000 Euro bedeutet.


Die beiden Aufträge zur Errichtung des Hochbehälters Lindenau hatte der Gemeinderat vor einigen Wochen an die jeweils günstigsten Bieter vergeben: die Baumeisterarbeiten für 672 000 Euro an die Firma Mader Bau GmbH aus Bischofsmais, den Anlagenbau für 695 000 Euro an die Firma Schwarzkopf Wassertechnik GmbH aus Schöllnach. Details zum Bauwerk erläuterte Planer Johannes Brunner. Nach den Erdarbeiten werde mit dem Bau des 13 mal 7 Meter großen Technikgebäudes mit Pultdach begonnen. Keller- und Erdgeschoss würden in massiver Stahlbeton- und Ziegelbauweise errichtet. Interessant dürfte der Einbau der beiden integrierten Wasserkammern werden. Die zwei zylindrischen Kunststoff-Röhren mit einem Durchmesser von 3,60 Metern und einer Länge von 11 Metern müssten mit einem Schwertransport angeliefert und mit einem Spezialkran versetzt werden.

Wenn alles glatt verläuft und das Wetter mitspielt, rechnet Brunner damit, dass die Baumeisterarbeiten bis zum Herbst abgeschlossen werden können. Dann folge der Einbau der Anlagen mit moderner Wasseraufbereitung, Desinfektion, Belüftung, Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Durch die Anbindung an ein Fernwirksystem könne der Betrieb zentral überwacht und gesteuert werden. 

Ende 2026/Anfang 2027 sollten die wichtigsten Arbeiten beendet sein, meinte der Planer, sodass dann die Inbetriebnahme des neuen und die Stilllegung des bestehenden Wasserreservoirs erfolgen könne.

Der Hochbehälter kann nicht nur den Bereich Lindenau versorgen. Durch die Speicherkapazität von 180 Kubikmetern besteht über eine Ringleitung auch die Möglichkeit, eventuelle Engpässe im Dorf Achslach zu überbrücken. „Die neue Anlage bietet modernste Technik, ist auf lange Lebensdauer ausgelegt und stellt einen wichtigen Schritt für die nachhaltige Infrastruktur der Gemeinde dar“, resümierte Johannes Brunner.