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Die Bürgermeisterin als Vorleserin

 

Lesefreude pur beim Vorlesetag an der Grundschule Gotteszell

Von Isolde Deiser

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Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner (vorne stehend) begeistert im roten Outfit die Kinder mit „Kröti und die Zauberblume“. – Foto: Martina Dengler

 

Gotteszell. Am bundesweiten Vorlesetag drehte sich in den sechs Klassen der Grundschule Gotteszell alles ums Vorlesen, Zuhören und Abtauchen in spannende Geschichten.

In der dritten Klasse sorgte Klassenlehrerin Emilia Moser für Gänsehaut. Sie hatte den Kindern eine selbst geschriebene Gruselgeschichte mitgebracht – inklusive schauriger Atmosphäre. Danach durften die Schüler selbst mutig ihre eigenen Gruseltexte präsentieren.

In der 4b wurde es gemütlich: Bei Popcorn, warmem Tee und vielen Kissen machten die Kinder mit Lehrerin Carmen Lange eine kleine Leseauszeit. Im Sitzkreis stellten sie ihre Lieblingsbücher vor und lasen begeistert daraus vor. Die 4a tauchte in die Welt des Deutschen Jugendliteraturpreises 2025 ein. Lehrerin Regina Bönig stellte die nominierten Kinderbücher vor und las bei Plätzchen, Tee und Punsch aus „Wir sind Weltklasse“.

Ein besonderes Glanzlicht war der Besuch der Achslacher Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner, die viele Kinder sofort wieder erkannten – sei es als Bürgermeisterin oder liebevoll als „Frau Pinguin“, da sie im vergangenen Jahr im Pinguinkostüm aus dem Buch „Mr. Pinguin und der verlorene Schatz“ vorgelesen hatte.

Diesmal begeisterte sie die 1. und 2. Klassen mit einer aufwendig vorbereiteten Lesung des Buches „Kröti und die Zauberblume“ von Andreas Dietz. Mit selbst gebastelten Schildkröten und weiterem eigens mitgebrachtem Demonstrationsmaterial stieg sie in das Buch ein. Zunächst entpuppte sich die Farbe Rot als Problem, da Kröti eine rote Schildkröte ist, was nicht ganz normal erscheint. Diese Problemfarbe unterstrich Gaby Wittenzellner, indem sie selbst ganz in Rot gekleidet auftrat.

Im Laufe des spannenden Vortrags verändern aber Kröti und sein Umfeld ihre Einstellungen dank einer Zauberblume. Anders sein als die anderen ist auch etwas Positives, da jeder seine eigenen Stärken hat. Bekräftigt wurde diese Besonderheit auch durch das Lied „Ein bisschen anders sein, das macht doch Freude“. Die jungen Zuhörer waren so begeistert, dass viele das Buch gleich aus der Bücherei ausleihen wollten.

Als Erinnerung durften sie die gebastelten Schildkröten mitnehmen, und die Lehrkräfte erhielten symbolisch eine rote Rose. Zum Dank überreichte Lehrerin Katrin Bichler der Bürgermeisterin ein Blumenpräsent – die versprach, jederzeit gerne wieder als „Buchvorstellerin und Lesemotivatorin“ vorbeizukommen. Die Vorleseaktionen kamen bei den Kindern hervorragend an.