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Im „grünen Biergarten“ auf dem Vogelsang

 

Großer Ansturm aufs Holzhauerfest mit Bergmesse

 

12.08.2025| 

8610cfe632b5-29-130024996Im selten schönen Natur-Biergarten lässt es sich gut aushalten. Jedes Jahr sind darin Hunderte von Besuchern Gäste beim Bergfest des Holzhauervereins Kalteck. − Foto: Florian Jung

 

Von Anneliese Peschl

 

Kalteck. Ein ganz wunderbares Bergfest ist heuer wieder auf dem Vogelsang gefeiert worden. Beste Voraussetzungen dafür haben die Mitglieder des Holzhauervereins Achslach geschaffen, die es mit großem Einsatz organisiert und durchgeführt haben, um den Besuchern einen sehr angenehmen Tag bieten zu können. Perfekt dazu gepasst hat auch das herrliche Wetter, das erneut für einen riesigen Zulauf von Besuchern sorgte.

Gefeiert wurde im von Tannen eingesäumten Biergarten, wo die „Vogelsanger Musikanten“ den ganzen Tag schöne Blasmusik spielten, insbesondere bei der Bergmesse vor dem großen Holzstadel mit den Totenbrettern. Die Gottesdienstbesucher freuen sich jedes Jahr auf das stimmungsvolle Ambiente, in dem er stattfindet, und vor allem auf Pfarrer Godehardt Wallners aufbauende und immer wieder auch aufheiternde Predigt.

 

Im Willkommensgruß des stellvertretenden Vorsitzenden des Holzhauervereins, Jürgen Völkl, wurden die musikalischen Gestalter der Bergmesse, die „Vogelsang-Singers“, wie sie von Pfarrer Wallner genannt werden, besonders hervorgehoben. Seit 2023 besteht der Männerchor hauptsächlich aus den Greisinger Sängern, unterstützt von einigen Männerstimmen aus dem Chor, der den Gottesdienst früher umrahmt hatte, dem Männergesangverein Achslach. Auch heuer erfreuten sie mit der beliebten Waldlermesse. Erfreulich sei ebenso, dass nach einer Zwangspause zum ersten Mal die Achslacher Stubenmusi wieder dabei war. Völkl freute sich auch, dass Landrat Bernd Sibler, Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, unter ihnen Gaby Wittenzellner aus Achslach, der Vizelandrat von Deggendorf, Eugen Gegenfurtner, zweite Bürgermeisterin aus Bernried, Johanna Gegenfurtner, sowie alle, „die ich bei der Vielzahl an Besuchern übersehen habe“, gekommen sind.

 

Pfarrer Wallner predigt vom Durchhalten

„Ob etwas geht oder nicht geht, liebe Schwestern und Brüder, man kann es nur herausfinden, wenn man es ausprobiert. Deshalb ist heute das Wichtigste, junge Menschen zu ermutigen, sich immer wieder auszuprobieren und sich etwas zuzutrauen“, predigte der Pfarrer. Wir alle sollen Pilger zur Hoffnung sein, weil man ja nicht wisse, was auf uns zukomme im Leben. Hoffnung könne man nur haben, wenn man eine Sehnsucht in sich trage, die Sehnsucht, etwas erreichen zu wollen und ein Ziel zu haben, bevor wir losgehen. Man müsse daran glauben, dass nach dem ersten Schritt weitere folgen. „Was braucht es dazu: Ausdauer und Durchhaltevermögen! Wenn man die kräftigen Bäume ringsum anschaut, sie sind nicht von heute auf morgen gewachsen, dazu hat es viel Zeit gebraucht. Wenn wir auf unseren Herrgott schauen, auch er hatte es nicht leicht im Leben, aber er hat sich nicht abbringen lassen von seinem Weg.“

Die Kollekte war auch dieses Jahr für einen sozialen Zweck bestimmt. Landrat Sibler und Kreisheimatpfleger Florian Jung unterstützten Mesner Franz beim Sammeln.

Viele fleißige Hände versorgten die Gäste im „grünen Biergarten“ sowie auf dem großen Gelände, wo der Gottesdienst abgehalten wurde. Ob jedes Jahr auf dem Vogelsang, aber vor allem auch die Besucher, die zum ersten Mal, mit dem Shuttlebus, als Wanderer oder Biker auf dem Bergfest waren, sie alle sind restlos begeistert von den schönen, bleibenden Eindrücken in herrlicher Bergidylle und freuen sich bereits wieder auf nächstes Jahr.

 05d17b26eefc-29-130024997 Mehrere Hundert Gottesdienstbesucher feierten die Bergmesse mit Pfarrer Godehardt Wallner in traumhafter Idylle vor dem Holzstadel mit den Totenbrettern und unter dem Schatten der großen Bäume mit. - Foto: Annelies Peschl