Von Michael Kramhöller
Achslach. Seit zwei Monaten laufen die Arbeiten beim bislang teuersten Hochbauprojekt der Gemeinde Achslach. Für die Errichtung des neuen Wasserhochbehälters nahe der Ortschaft Lindenau muss die kleine Kommune tief in die Tasche greifen, da für die Maßnahme, die rund 1,5 Millionen Euro kostet, eine Förderung von nur 180 000 Euro in Aussicht gestellt ist. Inzwischen sind die ersten Abschlagsrechnungen bezahlt und das Konto der Gemeinde ist leer. Deshalb hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 706 000 Euro beschlossen.
Kredit läuft über 50 Jahre
Dieser Betrag war bereits im Haushalt 2023 eingeplant und ist dann in die Etats von 2024 und 2025 mitgenommen worden. Da sich die Hochbehältermaßnahme verzögert hatte und erst heuer in Angriff genommen wurde, stehen die 706 000 Euro noch zur Verfügung. Die kommunalaufsichtliche Genehmigung der Darlehensaufnahme wäre am Jahresende 2026 abgelaufen.
Die Finanzabteilung der VG Ruhmannsfelden hatte für den benötigten Kredit zwei Angebote – bei der Sparkasse Regen-Viechtach und der VR GenoBank Donauwald – eingeholt. Das Gremium entschied sich für die günstigste Offerte der Sparkasse: volle Auszahlung der 706 000 Euro mit einem Zinssatz von 3,314 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren. Allerdings kann die Gemeinde nur eine vierteljährliche Tilgungsrate von 3500 Euro schultern, sodass sich für diesen Kredit eine sehr lange Laufzeit von 50 Jahren ergibt. Über diese Dauerbelastung und die Möglichkeiten von Reduzierungen wurde im Gremium geraume Zeit diskutiert, zumal man zur Finanzierung des neuen Hochbehälters vermutlich noch ein weiteres Darlehen braucht.














