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Einstimmiger Beschluss im Achslacher Gemeinderat: Marode Brücke muss Neubau weichen

 

23.07.2026| 

 

Michael Kramhöller

Der Zustand des Brückerls hat sich kürzlich noch verschlechtert durch die Beschädigung des Brückenkopfes. Da eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich erscheint, hat sich der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung endgültig für einen Neubau entschieden. Allerdings wird diese Maßnahme frühestens im kommenden Jahr zum Tragen kommen.

Nach dem Wegbrechen eines Brückenkopfes hatte das Gremium in der vorherigen Sitzung verkehrsrechtliche Anordnungen erlassen: Absperrung auf der beschädigten Seite der vier Meter breiten und rund acht Meter langen Überquerung, Beschränkung auf 16 Tonnen Gesamtgewicht, Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Die Diskussion in der jüngsten Sitzung beschränkte sich auf Sanierung oder Neubau. Gemeinderat Martin Helmbrecht meinte, eine Erneuerung der Seitenteile sei denkbar und komme wesentlich billiger, aber letztendlich habe man wieder ein altes Bauwerk.

 

Kostenschätzung: rund 300.000 Euro

Mit einem Neubau hatte sich Gemeinderat Thomas Egginger intensiv beschäftigt und in der vorangegangenen Zusammenkunft bauliche Möglichkeiten, ein vereinfachtes Verfahren und vor allem die Förderung erläutert. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner ergänzte, dass sie ebenfalls den zuständigen Sachgebietsleiter bei der Regierung von Niederbayern kontaktiert habe. Wichtigster Termin sei der 1. September und bis dahin müsse der Zuschussantrag zur Aufnahme ins Förderprogramm RZStra in Landshut vorliegen.

Die erforderlichen Unterlagen wird nun ein Ingenieurbüro ausarbeiten. Für den Neubau der Goldbachbrücke in Lindenau beläuft sich die Kostenschätzung auf rund 300.000 Euro. Die Rathauschefin sagte, dass ein Zuschuss von 70 Prozent der förderfähigen Aufwendungen in Aussicht gestellt wurde. Bei der Abstimmung votierten alle Ratsmitglieder für einen Neubau und die sofortige Antragstellung zur Förderung der Maßnahme.

 

Gemeinde gibt keine Stellungnahme ab

Im fortgeschriebenen Entwurf des Regionalplanes Donau-Wald zu Vorranggebieten für Windkraftanlagen sind in der Gemeinde Achslach vier Bereiche vorgesehen. Das Vorranggebiet REG 19 (westlich Lindenau, östlich Hirschenstein) ist aber von 171 auf 117 Hektar verkleinert worden. Nichts verändert wurde bei den drei weiteren Vorranggebieten REG 16 (bei Haberbühl), REG 17 (Achslach-Nord, Richtung Höhenried) und REG 18 (Randsburg, Öd). Die Gesamtfläche beträgt nunmehr 244 Hektar, das sind immer noch mehr als acht Prozent der Gemeindeflur von gut 3000 Hektar. Auf diesen überproportionalen Anteil hatte die Gemeinde bei der ablehnenden Stellungnahme zum ersten Beteiligungsverfahren im Herbst 2025 neben neun weiteren Punkten verwiesen.

Aufgrund der kaum veränderten Sachlage wird sich die Gemeinde nicht mehr äußern. Bürger können aber Stellungnahmen zur Fortschreibung bis 10. August abgeben, sämtliche Unterlagen sind einsehbar im Internet (www.region-donau-wald.de/regionalplan/laufende-fortschreibungen) oder im Bauamt der VG Ruhmannsfelden, dem bis 6. August auch Stellungnahmen zugeleitet werden. Diese gibt das VG-Bauamt gesammelt an den Regionalen Planungsverband weiter. „Was bei der Windenergie-Planung rauskommt, wissen wir alle nicht“, meinte Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner, die informierte, dass die Bayerischen Staatsforsten weiterhin beabsichtigen, auf ihren Flächen eine Windkraftanlage zu errichten.

Im Jahr 2020 war ein Hotelprojekt auf Kalteck genehmigt worden. Der damalige Besitzer hatte folgende Pläne: Umbau und Sanierung des bestehenden Hotels mit 50 Hotel- und 200 Gastronomieplätzen, Neubau eines Mitarbeiter- und Betriebsleitergebäudes sowie die Errichtung von drei Chalets. Die Genehmigung war vor zwei Jahren verlängert worden für den neuen Besitzer. Die Penzkofer Bau GmbH in Regen beantragte nun eine nochmalige Verlängerung um zwei Jahre. Dabei handelt es sich um eine Formsache, da Penzkofer die ursprünglichen Pläne nicht mehr weiterverfolgen will.

 

Kalteck-Pläne sind „am Laufen“

Vor etwa einem halben Jahr hatte das Regener Unternehmen dem Gemeinderat ein extravagantes Projekt auf Kalteck vorgestellt, eine Anlage mit 20 größeren, themenbezogenen Chalets. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner sagte, sie habe beim Bauherrn zum aktuellen Stand nachgefragt und erfahren, dass „alles am Laufen“ sei. Wichtigste Voraussetzung bei Penzkofers Projekt ist die Sicherstellung einer eigenen Wasserversorgung. Die in Frage kommende private Quelle soll ein Hydrogeologe bereits begutachtet haben, so die Rathauschefin.

In ihrem Bericht über aktuelle Angelegenheiten ging die Bürgermeisterin zuerst auf die vorgesehene Dachsanierung des alten Schulgebäudes, das den Kindergarten beherbergt, ein. Das Ingenieurbüro Kiendl & Moosbauer (Deggendorf) habe ein Leistungsverzeichnis ausgearbeitet. Aufgrund der prekären Haushaltssituation müsse die Maßnahme jedoch ins nächste Jahr verschoben werden. 

Dann erwähnte Wittenzellner den ersatzlosen Abbau einer Straßenlaterne, die am Kirchenfeld an einer unübersichtlichen Stelle stand und mehrmals angefahren wurde. Die Kosten von rund 1600 Euro müsse die Gemeinde übernehmen. Zur Ferienregion Hirschenstein teilte sie mit, dass bei der 2015 erstellten Homepage eine grundlegende technische Neugestaltung erfolge. Schließlich informierte die Rathauschefin noch über die Verleihung von Ehrenamtskarten an Mitglieder des Gartenbauvereins und der Freiwilligen Feuerwehr.